HomeKlassenkampfFACC hält trotz Corona-Hilfe an Sparplänen fest

FACC hält trotz Corona-Hilfe an Sparplänen fest

Ried im Innkreis. Der Luftfahrtzulieferer FACC mit Sitz im oberösterreichischen Ried im Innkreis erhält Corona-Hilfe in Höhe von 60 Mio. Euro durch die Österreichische Kontrollbank. Hierdurch sollten die Profite des Unternehmens gesichert sein. An seinen Einsparungsplänen, dem sogenannten „Corona-Sparprogramm“, die mit über 15 Mio. Euro Einsparungen definiert sind, will das Unternehmen weiterhin festhalten. Im worst case kann dies einen Mitarbeiterabbau von bis zu 700 Personen bedeuten. Jedenfalls ist die Kurzarbeit bei FACC Anfang Juni um drei Monate bis September verlängert worden und somit auch die Galgenfrist für die Kolleginnen und Kollegen.

Corona-Hilfe für den Profit

„Der Fall von FACC zeigt wieder in aller Deutlichkeit, dass die Arbeiterklasse die Krise zahlen muss, mit Verdiensteinbußen bei der Kurzarbeit oder sogar dem Verlust der Einkommensquelle“, hält Raffael Schöberl für die Partei der Arbeit (PdA) in Oberösterreich fest. Bereits bevor bekannt wurde, dass das Unternehmen nun eine neue Finanzierungslinie hat, kritisierte die PdA vor Ort ebenso wie die Kommunistische Jugend Oberösterreich das Corona-Sparprogramm auf Kosten der Kolleginnen und Kollegen. Die neuerliche Finanzierung verstärkt die Einschätzung, dass die Corona-Hilfen nur zur Sicherung des Profits und nicht der Arbeitsplätze eingesetzt würden. Die PdA verurteilt ein solches Vorgehen.

Quelle: MeinBezirk/Industriemagazin

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