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Frauen verdienen 20 Prozent weniger

Wien. In einer Presseerklärung zum Internationalen Frauentag präsentiert die Statistik Austria aktuelle Zahlen zur Lage der arbeitenden Frau. Diese zeigen, dass Österreich auch weiterhin mit einem großen Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen in der Privatwirtschaft zu tun hat. Mit 19,9 Prozent liegt der Gender Pay Gap nach wie vor gute fünf Prozent oberhalb des EU-Durchschnitts, der immer noch zu hoch wäre. Die Statistik Austria liefert für diese Differenz auch gleich mehrere Gründe. Die Branchenwahl ebenso wie Teilzeitquoten können 2,9 % bzw. 2,6 % des Unterschiedes erklären, auch die Dauer der Unternehmenszugehörigkeit spielt eine Rolle. Anhand der Erhebung sind jedoch weiterhin 14 Prozent nicht zu erklären.

Deswegen auch heute heraus zum 8. März

Die schlechtere Lage der arbeitenden Frau und die Notwendigkeit ihrer ökonomischen Unabhängigkeit waren auch bereits historisch ein wichtiges Thema in der Arbeiterbewegung. Deswegen wird der Internationale Frauentag bereits seit dem frühen 20. Jahrhundert auf die Initiative von Kommunistinnen wir Clara Zetkin begangen. Wenngleich auch in der Arbeiterbewegung die Lohnarbeit der Frau zu Beginn nicht begrüßt wurde, setzte sich diese als Notwendigkeit durch. Jedoch haben viele Vorurteile, Gesetzeslagen etc. von damals noch nachwirkungen die bis heute spürbar sind. So wurden Männern ein Lohn für die Reproduktion seiner Arbeitskraft und auch von den Nachkommen gezahlt, während der Frauenlohn historisch geringer war, da er lediglich für sie berechnet wurde und ihr auch Schwäche zugesprochen und Belastbarkeit und Kompetenzen abgesprochen wurden. Auch die Hauptverantwortung für die Reproduktionsarbeit u.a.m. spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle und wirken bis heute bei den Gehältern sicherlich nach. Denn etablierte Standards und Normen sind behäbig und passen oft nicht mehr zur Realität.

Die Lage der arbeitenden Frau verschärft sich im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und der herrschenden Wirtschaftskrise weiter. Die Arbeiterklasse muss dir Zeche zahlen mit ihrer Gesundheit, Lohneinbußen, Arbeitslosigkeit und noch auf weiteren Wegen. Deswegen hat die Partei der Arbeit (PdA)heuer zum 8. März den Slogan „8. März Internationaler Frauentag – Wir zahlen nicht für eure Krise“ gewählt und veranstaltet gemeinsam mit der Kommunistischen Jugend Tirol und dem Kommunistischen SutdentInnen Verband Innsbruck am Samstag um 15.00 Uhr eine Kundgebung am Wiltener Platzl. Außerdem wird es im Bundesgebiet rund um den 8. März Verteilaktionen geben und am 8. März auf dem YouTube-Kanal der PdA einen Vortag von Marie Jaeger zum Thema.

Quelle: Statistik Austria

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