HomeKlassenkampfFrauenMann hortete gefährliche Chemikalien und soll Familie misshandelt haben

Mann hortete gefährliche Chemikalien und soll Familie misshandelt haben

Deutschlandsberg/Steiermark. Für einen 52-jährigen Mann aus Bad Gams im steirischen Bezirk Deutschlandsberg klickten die Handschellen. Medienberichten zufolge soll er seine Familie bedroht und misshandelt haben. Zudem wurden in den Wohnräumlichkeiten des Mannes hochexplosive und radioaktive Substanzen gefunden.

Die Ehefrau des Verdächtigen hatte die Polizei verständigt, da sie sich angesichts der bevorstehenden Trennung vor diesem fürchtete. Der Mann soll sie und ihre beiden minderjährigen Kinder über Jahre hinweg bedroht und misshandelt haben. Außerdem gab die Frau an, dass der Mann in einem „Extraraum“ zahllose Chemikalien gesammelt haben.

Bei einer freiwilligen Nachschau in den Wohnräumlichkeiten des Ehemannes fanden die Polizeibeamten der örtlichen Polizeiinspektion sowie der Schnellen Interventionsgruppe tatsächlich große Mengen an chemischen Substanzen, teilweise sollen diese mehr als 30 Jahre alt gewesen sein. Die zum Einsatz zugezogenen sprengstoffsach- und gefahrenstoffkundigen Polizeiexperten konnten unter anderem auch geringe Mengen des radioaktiven Stoffes Radium 226 identifizieren. Des Weiteren soll der Verdächtige auch im Besitz von hochexplosiver Pikrinsäure gewesen sein.

Die Chemikalien wurden von einem Entsorgungsunternehmen gesichert und abtransportiert. Weitere Analysen durch die Polizei seien noch ausständig.

Der Verdächtige bestreite die Vorwürfe der Bedrohung und Misshandlung der Familie, zu den Substanzen sagte er bei der Einvernahme aus, dass er seit seiner Kindheit an chemischen Experimenten interessiert gewesen sei. Zur Herkunft der gefährlichen Stoffe machte der Mann keine Angaben, heißt es vonseiten der Polizei. Der Verdächtigte wurde festgenommen und soll nun in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert werden.

Quelle: ORF

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