HomeKlassenkampfFrauenOberlandesgericht erhöht Haftstrafe wegen versuchtem Frauenmord in Linz

Oberlandesgericht erhöht Haftstrafe wegen versuchtem Frauenmord in Linz

Linz. Der mittlerweile 21-jährige Angeklagte hatte im Oktober 2021 versucht, seine Partnerin zu ermorden. Das Erstgericht hatte den Mann daraufhin zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Das Oberlandesgericht Linz hat nun im Berufungsverfahren die Strafhöhe wegen versuchten Mordes von zwölf auf 13 Jahre erhöht. Es sah die Erschwerungsgründe für die Tat nicht ausreichend berücksichtigt.

Im Zuge eines Streits holte der Mann ein Messer aus der Küche und stach der damals 17-jährigen jungen Frau in den Hals. Als es ihr gelang, ihm das Messer zu entreißen, holte er sich ein weiteres und setzte seine Attacke fort. Die Frau überlebte den Mordversuch glücklicherweise. Sie erlitt acht Schnittverletzungen, großteils im Halsbereich. Laut einem medizinischen Gutachten waren die Verletzungen potenziell lebensgefährlich.

Sowohl der Angeklagte wie auch die Staatsanwaltschaft hatten gegen das erstinstanzliche Urteil Rechtsmittel eingelegt. Die Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten wurde bereits vom Obersten Gerichtshof zurückgewiesen. Das Oberlandesgericht hatte sich demnach nur mehr mit der Strafhöhe zu befassen. Das Gericht folgte dem Vorbringen der Staatsanwaltschaft, wonach das Urteil des Erstgerichts „eine Spur zu milde ausgefallen“ sei und die Erschwerungsgründe nicht ausreichend gewürdigt worden seien. Auch eine bereits bestehende Verurteilung des Angeklagten hätte das Erstgericht mehr berücksichtigen müssen.

Das Mindeststrafmaß für Mordversuch beträgt zehn Jahre.

Quelle: OÖNachrichten

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