HomeKlassenkampfKosten für Wocheneinkauf stiegen seit Vorjahr um 19 Prozent

Kosten für Wocheneinkauf stiegen seit Vorjahr um 19 Prozent

Wien. Die aktuellen Zahlen zur Teuerung belegen, was alle in ihren Geldbörsen spüren, nämlich dass das Leben immer schwerer leistbar wird. Bereits vor dem Anstieg im Juni hat sich die Zahl derer, die mit ihrem Haushaltseinkommen nicht mehr auskommen, auf 13 Prozent der österreichischen Bevölkerung erhöht. Diese Entwicklung setzt sich fort. 

Für Juni 2022 wird von der Statistik Austria im Vergleich zum Vorjahresmonat eine Gesamtinflation von 8,7 Prozent ausgewiesen. Das ist die höchste Teuerungsrate seit 47 Jahren, um genau zu sein seit September 1975. Im Vergleich zum Vormonat Mai ist ein Plus von 1,4 Prozent zu verzeichnen.

Besonders spürbar war der Preisanstieg auch beim wöchentlichen Einkauf: Das Preisniveau des so genannten Miniwarenkorbs, welcher neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, ist im Jahresvergleich um gleich 18,8 Prozent gestiegen.

Ein großer Preistreiber hierbei sind die Kosten für Verkehr und Mobilität, die durchschnittlich um 21,9 Prozent angestiegen sind. Aber auch im Bereich Wohnen, Wasser und Energie kam es zu massiven Teuerungen von durchschnittlich 10,3 Prozent. Bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränke machen die Preissteigerungen 11,3 Prozent aus. Es scheint keinen Bereich mehr zu geben, der von der Teuerung nicht betroffen ist. Die viel zu niedrigen Löhne werden von diesen Entwicklungen regelrecht aufgefressen und am Ende bleibt zu wenig zum Leben für die Arbeitenden. Währenddessen sichern sich die Reichen weiterhin ihr Profite mit munterer Unterstützung der Regierenden. 

Die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer

Wie die Partei der Arbeit Österreichs bereits im Juni festhielt: „Das Interesse der ÖVP-Grünen-Regierung besteht nicht in einem guten Leben für alle, sondern erstens in der Sicherung der Profite für das Kapital und zweitens darin, die Arbeiterklasse gerade so weit mit unzulänglichen Almosen ruhigzustellen, dass sie nicht revoltiert. Das ist der Kern der bürgerlich-kapitalistischen ‚Sozial‘-, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik – und erst recht der Krisenpolitik.“ Das stelle die Bundesregierung ebenso wie die Landeshauptleute aller Couleurs tagtäglich unter Beweis. 

Als Ausweg aus der Misere sieht die Partei der Arbeit nur eine Lösung: „Die Arbeiterinnen und Arbeiter, die Angestellten, öffentlich Bediensteten, Arbeitslosen, Notstandshilfebezieherinnen und ‑bezieher, die Lehrlinge, die Schülerinnen und Schüler, die Landwirte und die kleinen Selbstständigen müssen zusammen eine breite Bewegung gegen diese Regierung des Großkapitals aufbauen. Schulter an Schulter für ein besseres Leben für alle!“

Es braucht schlussendlich „die organisierte Revolution gegen das kapitalistische Ausbeutungssystem. Es funktioniert nicht einmal in seiner eigenen Logik und ist nicht der Lage, die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. Im Gegenteil: Sein Zweck besteht darin, dass die Reichen immer reicher werden, während die Armen im Verhältnis dazu zurückbleiben. Eine Gesellschaft, die immer größere Reichtümer anhäuft, von denen die große Mehrheit der Menschheit nicht profitiert und in Krisenzeiten sogar real verarmt, gehört dringend auf die Müllhalde der Geschichte, oder genauer: der Klassengesellschaften. Der Kapitalismus, die Ausbeutung und die Krisen beruhen letztlich auf dem monopolisierten Privateigentum an den Produktionsmitteln. Dieses muss in gesellschaftliches Eigentum verwandelt werden, damit es allen zugutekommt. Notwendig sind die Enteignung und die Entmachtung der Kapitalisten durch die als herrschende Klasse organisierte Arbeiterklasse.“

Quelle: Statistik Austria/Partei der Arbeit

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