HomeKlassenkampfWirt wollte Küchenhilfe um knapp 10.000 Euro prellen

Wirt wollte Küchenhilfe um knapp 10.000 Euro prellen

Ein besonders dreistes Verhalten legte ein Wirt aus Oberösterreich an den Tag: Hunderte geleistete Arbeitsstunden wollte er seiner Küchenhilfe nicht bezahlen, das Kurzarbeitsentgelt behielt er für sich und selbst bei der vereinbarten Geldübergabe wollte er die Frau um das ihr zustehende Geld prellen.

Oberösterreich. Rund anderthalb Jahre arbeitete eine Frau als Küchenhilfe in einem Restaurant im Bezirk Eferding. Oft musste sie mehr als zwölf Stunden am Tag arbeiten und dies auch am Sonntag. Bei der Sozialversicherung war die Kollegin aber für deutlich weniger Stunden angemeldet, hunderte Arbeitsstunden bezahlte der Wirt schlichtweg nicht. Und während des Lockdowns, wo ihr Kurzarbeitsentgelt zugestanden wäre, erhielt sie überhaupt kein Geld. Später arbeitete die Frau wieder acht Stunden pro Tag im Restaurant, wofür sie mit 100 Euro pro Woche abgespeist wurde.

Schließlich wandte sich die betroffene Kollegin an die Arbeiterkammer Oberösterreich, die sie beim vorzeitigen Austritt unterstützte und den gesamten offenen Lohn nachforderte. Der Wirt bot der Frau daraufhin eine Nachzahlung von 9900 Euro an. Womit sich die Kollegin auch einverstanden zeigte.

Bei der Übergabe des noch ausstehenden Geldes kam es dann zu einem weiteren und besonders dreisten Vorfall. Die Lebensgefährtin des Wirts ließ die Küchenhilfe eine Quittung über den Erhalt der Forderung unterzeichnen und lief anschließend mit dem unterschriebenen Zettel und dem Geld davon. Als die Polizei, die von der geprellten Kollegin gerufen wurde, mit Festnahme und der Schließung des Lokals drohte, übergab der Wirt der Frau ihr Geld.

Quelle: Krone​.at

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