HomeKlassenkampfZwei Drittel sind für Sondersteuer auf Krisengewinne

Zwei Drittel sind für Sondersteuer auf Krisengewinne

Diese Woche wurde der Schnellschätzer von Statistik Austria veröffentlicht, er zeigt, dass sich der Trend der Teuerung weiter fortsetzte. Auch die Prognosen des IHS und vom wifo deuten in diese Richtung und es wird von einem massiven Reallohnverlust ausgegangen.

Die Menschen in der EU und auch in Österreich spüren die Teuerung tagtäglich und immer mehr, nicht nur beim Tanken, auch beim Lebensmittelkauf, Strom, Gas etc. Gleichzeitig bleiben die Meldungen aufrecht, dass Konzerne und Aktionäre Rekordgewinne abschöpfen. Somit ist es wenig verwunderlich, dass eine aktuelle profil-Umfrage ergeben hat, dass Zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher sich für eine Sondersteuer auf Krisengewinne ausspricht. 66 Prozent meinen laut einer Aussendung von profil, dass die hohen Erträge, die Energieunternehmen infolge der Inflation erzielen, abgeschöpft und für den Kampf gegen die Teuerung eingesetzt werden sollten. 

23 Prozent der Befragten sind der Meinung, die hohen Gewinne sollten in den Unternehmen verbleiben und in den Ausbau Erneuerbarer Energien fließen. Was sicherlich ein frommer Wunsch derer ist, die sich die Teuerungen noch leisten können und nicht aus den Haushalten kommt, die jetzt schon mit den Fixkosten nicht mehr zur Rande kommen. Das ist in Österreich mittlerweile immerhin jeder dritte Haushalt. Fromm ist dieser Wunsch, weil er auf dem Glauben basiert, dass Konzerne nicht Gewinne abschöpfen, sondern ohne Druck im Sinne der Umwelt investieren. Wenn dies der Fall wäre und nicht der Kapitalismus der Logik der Profitmaximierung unterläge, wäre die Umweltmisere wahrscheinlich an dem Punkt, an dem sie ist. 

Quelle: APA OTS

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