HomePanoramaCorona hat Spuren hinterlassen - Steiermark baut Jugend- und Kinderpsychiatrie aus

Corona hat Spuren hinterlassen – Steiermark baut Jugend- und Kinderpsychiatrie aus

Graz. Dass die Pandemie und der Umgang mit dieser Konsequenzen hat, ist uns allen klar. Kinder und Jugendliche sind hiervon wohl besonders betroffen, eine angemessene Versorgung mit psychologischer und psychiatrischer Infrastruktur ist jedoch nicht vorhanden. Das Land Steiermark setzt nun erste Schritte, um dies zu ändern.

Mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen leidet an depressiven Symptomen, Ess- oder Schlafstörungen. Gegenüber dem ORF spricht die Leiterin der Kinder- und Jugendpsychiatrie am LKH Graz II von 30 Prozent mehr Aufnahmen wegen Depressionen, Angst, Zwangs- oder Essstörungen. Das macht aus ihrer Perspektive die Erweiterung der Kapazitäten in ihrem Bereich notwendig.

„Im letzten Jahr hat die Kinder und Jugendpsychiatrie auf 33 Betten 1.045 Notaufnahmen durchprozessiert, das heißt, der Bedarf ist groß. Und es gab wenig Therapieplätze, wo man Patienten dann so therapieren hätte können, dass sie nicht wiederkommen müssen, und dafür wird die Erweiterung ein großer Baustein sein“, so Böge gegenüber dem ORF. Diese Zahlen verdeutlichen, dass ein massiver Engpass herrscht. Nun wird die Abteilung um 20 Betten erweitert, was wahrscheinlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Gleichzeitig ist unklar, ob genug Personal vorhanden sein wird, um überhaupt diese 20 neuen Betten zu bespielen. Denn im Bereich der Pflege herrscht nicht erst seit der Pandemie und durch den gestiegenen Bedarf Personalmangel. Es ist ein Bereich, der sukzessive immer weiter zusammengespart wurde, nicht, dass die Arbeitsbedingungen je ideal waren, aber der Druck auf die Kolleginnen und Kollegen wurde und wird immer weiter erhöht, alles im Dienste der Effizienz. 

Quelle: ORF

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