HomePanoramaEinknicken der Grünen bei Schweinehaltung zu befürchten

Einknicken der Grünen bei Schweinehaltung zu befürchten

Wien. Die Schmerzen und das Leid der Schweine auf strohlosem Vollspaltenboden ist in aller Munde. Sogar die ÖVP, die bisher jeden Fortschritt im Tierschutz verhindert hat, sieht Handlungsbedarf. Allerdings will man lediglich für Neu- und Umbauten ab 2023 und da auf einem Drittel der Buchten die Anzahl der Spalten nur halbieren, anstatt sie abzuschaffen und durch Stroh zu ersetzen. Dieses sogenannte dänische System ist keine Alternative und kann nicht als Ende des Vollspaltenbodens bezeichnet werden. Momentan wird über eine weitere Bestimmung im Tierschutzgesetz verhandelt, nämlich, dass die Haltungsprobleme auf Vollspaltenboden evaluiert und bis Ende 2040 bei allen Betrieben durch ein neues, noch festzulegendes Haltungssystem behoben werden sollen, was auch immer diese vage Formulierung konkret bedeuten soll. Doch selbst da, so hört man, ist die ÖVP dagegen. Wortführerin ist die Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, die anscheinend überhaupt kein Problem damit hat, dass das ganze gegenwärtige System der Schweinehaltung auf Vollspaltenböden zu entsetzlichen Lebensbedingungen der Schweine führt.

PdA: Fauler Kompromiss zu befürchten

„In diesen Tagen entscheidet sich das Schicksal der Schweine in Österreich“, sagt der Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VGT), Martin Balluch. Er sieht eine „96 %ige Mehrheit der Menschen in Österreich hinter uns, wenn wir Stroh für Schweine fordern.“ 

„Es ist zu befürchten, dass die Grünen in den Verhandlungen mit den ÖVP-Tierfabriks-Lobbyisten wiederum einknicken, und ein fauler Kompromiss herauskommt, der bedeutet, dass noch sehr viele Schweine in den kommenden Jahren ihr kurzes Leben auf kaltem und feuchtem Beton verbringen werden müssen“, so der stellvertretende Vorsitzende der Partei der Arbeit (PdA), Otto Bruckner, dazu. Denn in diesen Kreisen zähle nur der schnelle Profit und nicht das Wohl der Tiere. „Die Grünen sind dabei, auch als sogenannte ‚Tierschutzpartei‘ vollkommen unglaubwürdig zu werden, nur um die Koalition mit der ÖVP nicht zu gefährden“, so der PdA-Sprecher abschließend.

Quelle: OTS

BILDQUELLEVGT
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