HomePanoramaGeringe Impfbereitschaft - Versagen der Regierung und bürgerlicher Technokraten

Geringe Impfbereitschaft – Versagen der Regierung und bürgerlicher Technokraten

Wien. Deutlich weniger als die Hälfte, also 41 Prozent, der Österreicherinnen und Österreicher würde sich laut einer Umfrage wieder gegen das Coronavirus impfen lassen. Das hat das Meinungsforschungsinstitut Spectra ermittelt. Gleichzeitig geben 62 Prozent der Befragten an, dass das Coronavirus sehr gefährlich oder gefährlich sei. Damit zeigt sich eine tiefe Ernüchterung bis hin zu einer Skepsis gegenüber der verschiedenen Corona-Vakzine. Es ist aber auch ein Ausdruck des Versagens des gesamten Corona-Managements der Bundesregierung und Kapitalvertreter, die seit 2 Jahren konzertiert entweder die Pandemie einseitig für beendet erklärten, oder mittels Drohgebärden, Stigmatisierung, Restriktionen und ähnlichem ernsthafte Fragen im Volk gegenüber der Corona-Strategie einseitig als wissenschaftsfeindlich abstempelten. Insoweit ist es spannend, dass knapp ein Drittel (27 Prozent) sich unsicher sind, ob sie sich impfen lassen werden. Von allen Befragten gaben „nur“ 32 Prozent an, dass sie sich auf keinen Fall impfen lassen würden im Herbst.

Intransparenz und schlechte Impfkampagne

Damit ist klar, dass eine klare Mehrheit im Volk die Gefährlichkeit des Virus und Sinnhaftigkeit von Corona-Vakzinen erkennt, die Gründe für das Zögern aber einerseits der Unfähigkeit der Bundesregierung anzulasten sind, etwa bei dem langsamen Start der Impfkampagne, der Intransparenz und Priorisierung einzelner Bevölkerungsgruppen etc., und überzogenen Heilsversprechen, die auch von Teilen des Tourismus- und Gastronomiesektors verbreitet wurden, um Schutzmaßnahmen zurückzuschrauben. Angesichts der Aufgabe sinnvoller Corona-Schutzmaßnahmen durch die Bundesregierung, wird hier noch mal das Signal ausgeschickt, dass eine Durchseuchung der Bevölkerung praktisch gewollt und „halb so schlimm“ sei. Für den kommenden Herbst ist eben diese ÖVP-Grüne-Bundesregierung, die WKO im Hintergrund und alle politischen Kräfte mitverantwortlich, wenn das ohnehin überspannte Kollegium im Gesundheitssystem an seine Grenzen gerät.

Nicht umsonst fordert die Partei der Arbeit eine verstärkte wissenschaftliche Forschung und einer transparenten öffentlich kommunizierten Diskussion zur Vorbeugung, Behandlung und Nachbehandlung von Corona-Erkrankten, ein Investitionsprogramm für das Gesundheits- und Pflegewesen, bessere Personalschlüssel in Kinderbetreuungseinrichtungen und keinerlei Spaltung des Volkes durch Impfpflichtgesetze, um das Volk zu erpressen.

Quelle: ORF

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