HomePanoramaSpart doch bei den Ballkleidern!

Spart doch bei den Ballkleidern!

Nur mehr drei statt zehn Ballkleider, so will Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner beinhart den Sparstift bei sich selbst ansetzen und empfiehlt das auch ihren leidgeprüften Mitbürgerinnen.

St. Pölten. Die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) präsentiert sich gerne in extravaganten und sicher auch nicht billigen Kleidern in der Öffentlichkeit und auf Bällen. Dass auch sie nun den Sparstift ansetzen muss, damit ihre Familie nicht verhungert, ist als harte Ankündigung zu werten: Man brauche statt zehn nur mehr drei Ballkleider im Kleiderschrank, sagte sie am Rande einer Klimakonferenz. 

Sie zeigt sich damit so volksverbunden, wie dereinst die aus Österreich stammende französische Königin Marie-Antoinette, die dem hungernden Volk empfahl, doch Kuchen zu essen, wenn es kein Brot habe. Das Volk erwiderte diese Arroganz mit der Enthauptung ihrer Hoheit und ihres Gatten auf der Guillotine.

Mikl-Leitner verdient als Landeshauptfrau 18.752 Euro brutto im Monat, die erst kürzlich beschlossne Erhöhung der Politikergehälter um 1,6 Prozent machen bei ihr 300 Euro aus, ein Betrag mit dem viele Pensionistinnen und Pensionisten, Arbeiterinnen und Arbeiter, Arbeitslose und Notstandshilfebezieher, oder auch Studentinnen und Studenten eine Woche lang und länger auskommen müssen. 

Gerade dieser Tage hat sich eine verzweifelte Alleinerzieherin an unsere Redaktion gewandt, die für das restliche Monat noch fünfzig Euro zur Verfügung hat. Für sie und hunderttausende andere Menschen ist es eine Verhöhnung, wenn Mikl-Leitner über die Anzahl ihrer Ballkeider spricht, während sie nicht wissen, woher sie das Geld für Lebensmittel nehmen sollen. 

Quelle: msn

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