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Zwei tote Flüchtlinge in der Siegendorfer Puszta

Siegendorf/Cindrof. Eine Streife des Bundesheeres hat am Dienstagnachmittag auf einer Straße in der Siegendorfer Puszta einen Kleinbus angehalten, und dabei eine entsetzliche Entdeckung gemacht. In dem Fahrzeug befanden sich eng zusammengepfercht 28 Menschen, zwei davon tot. Es handelt sich um Menschen auf der Flucht, die nach Polizeiangaben Syrer und Kurden sind.

Der Fahrer des Busses und mutmaßliche Schlepper ergriff die Flucht. Nach ihm wird sowohl im Burgenland als auch in Ungarn gefahndet. Die Todesursache der beiden Leichen muss erst durch die Obduktion geklärt werden. Wie tragisch muss es für die Angehörigen und Freunde der Toten sein, wenn sie erfahren, dass alle Hoffungen und Träume der beiden Männer mit ihrem Tod in einem schäbigen Kleinbus endeten.

Die üblichen Krokodilstränen kamen von Politikern aller Coleurs aus Eisenstadt und Wien. Dabei wird bewusst ausgeblendet, dass die Geschäftsgrundlage für skrupellose Schlepper durch die rigorose Abschottungspolitik der EU und ihrer Mitgliedsstaaten geschaffen wird. Sichere Fluchtrouten werden bewusst nicht angeboten, so dass die Menschen in Schlauchbooten über das Meer und dann am Landweg auf abenteuerlichsten Wegen in vermeintlich sichere EU-Länder flüchten, wo sie dann wie Verbrecher behandelt werden.

Quelle: ORF Burgenland

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