Start Politik FFP2-Masken für „sozial Bedürftige“ kommen nicht an

FFP2-Masken für „sozial Bedürftige“ kommen nicht an

Wien. Mit der Einführung der FFP2-Maskenpflicht kündigte die Bundesregierung vollmundig an, dass es Gratismasken für sozial Bedürftige geben würde. Nun warten Arme fast einen Monat nach der Einführung der Verpflichtung, in Öffentlichen Verkehrsmitteln und auch vielen anderen Bereichen FFP2 Masken zu tragen, in denen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens befriedigt werden, weiter auf diese versprochenen Masken. Wer Glück hat, hat im Laden Masken geschenkt bekommen. Es ist aber ein neuerliches Armutszeugnis, dass die Regierung Millionen und aber Millionen für Projekte wie die gescheiterte Internet-Plattform „Kaufhaus Österreich“ – wenngleich auch hier sehr unprofessionell – in die Tonne tritt, während der Gesundheitsschutz hinten ansteht. Auch viele der Seniorinnen und Senioren über 65, die bereits Anfang Dezember Masken im Postkasten haben hätten sollen, haben diese nach wie vor nicht erhalten.

Hier zeigt sich wieder einmal die Unterlegenheit des kapitalistischen Systems, dessen Regierung in Erfüllung der Kapitalbedürfnisse keinen adäquaten Schutz für die Bevölkerung und für die besonders verletzlichen Teile, für die Arbeiterklasse und insbesondere die armen Menschen bietet. Über 400.000 FFP2-Masken hätten an die Gemeindeämter und etwas mehr als 200.000 an das Armutsnetzwerk und Obdachlosenunterkünfte geliefert werden sollen. Zumindest in Oberösterreich sind bis jetzt selbst bei den Gemeinden keine Masken eingetroffen.

Nachdem die Gratisverteilung von manchen Handelskonzernen eingestellt worden ist, wird das Problem nun selbst für die, die jeden Euro umdrehen müssen, immer brennender.

Die Partei der Arbeit hat deshalb schon vor Wochen eine Petition gestartet, mit der Gratis-FFP2-Masken für alle gefordert werden.

Quelle: ORF

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