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Grazer FPÖ-Finanzreferent gesteht Veruntreuung

Bei der FPÖ Graz setzen sich die finanziellen Unregelmäßigkeiten fort: Finanzreferent Eder soll sich mit einer halben Million Euro aus öffentlichen Mitteln bereichert haben.

Graz. Nach dem Rücktritt der Grazer FPÖ-Spitze vor gut einer Woche kommen nun neue Details ans Licht, die die selbsternannte „Partei der Anständigen“ abermals als etwas anderes entlarven: Matthias Eder, der langjährige Klubdirektor und seit 2019 Finanzreferent der Freiheitlichen in Graz, hat vorsichtshalber Selbstanzeige erstattet. Dabei gestand er ein, er habe „Gelder der FPÖ Graz und des Gemeinderatsklubs unter Angabe von erfundenen Verwendungszwecken für sich selbst verwendet“. Laut Angaben der steirischen FPÖ-Landespartei soll es sich um eine Summe von rund 500.000 Euro handeln – vorrangig aus öffentlichen Mitteln, wohlgemerkt.

Die Veruntreuung von einer halben Million Euro ist ein neuer Schlag ins Gesicht der Bevölkerung, nachdem schon ausreichend Korruptionsvorwürfe im Raum stehen und entsprechende Ermittlungen bzw. Verfahren im Bereich der FPÖ und ÖVP laufen – von Grasser über Strache bis zur gegenwärtigen Kurz-Partie. Doch dies werden die Gerichte klären müssen, wenngleich Eder mit der nunmehrigen Selbstanzeige anscheinend auf seine persönliche Unschuldsvermutung verzichtet. Von seiner Seite ist von Bedauern und (finanzieller) Wiedergutmachung die Rede, seitens des steirischen FPÖ-Landesobmanns Kunasek von „Transparenz“ und „Aufklärung“ – man wird sehen, was dabei noch zu Tage treten könnte.

Quelle: ORF

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