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126 Arbeiter in Jade-Mine gestorben

In Myanmar gab es wegen starkem Regenfall in einer offenen Jade-Mine einen Erdrutsch, der mindestens 126 Arbeiter das Leben gekostet hat.

Myanmar. Bis Donnerstagnachmittag sind 126 Leichen in einer Jade-Mine in Myanmar geborgen worden. Die Arbeiter wurden in der Mine bei der Suche nach dem Schmuckstein verschüttet. Vor dem Erdrutsch gaben die Behörden wegen des frühen Monsuns eine Warnung aus, wodurch wahrscheinlich weniger Arbeiter gestorben sind. Jedoch gingen viele der Minenarbeiter trotzdem Arbeiten, um einen Lohn zu erhalten. Die Arbeitsbedingungen in den offenen Minen sind bei starken Regenfällen sehr gefährlich. Bereits vor fünf Jahren sind bei einem Erdrutsch über hundert Arbeiter gestorben, vergangenes Jahr wurden 50 Arbeiter getötet. Weltweit ist Myanmar einer der größten Jade-Lieferanten. Die dort agierenden Konzerne im Jade-Bergbau können vielfach mit der Militärjunta in Verbindung gebracht werden und machen auch heute Milliarden Profite auf Kosten der Arbeiterklasse. 

Menschen und Natur fallen Jade-Abbau zum Opfer

Berichten zufolge werden viele Wanderarbeiter und Anrainer durch die Minen und vermeintlichen Reichtum angezogen. Sie durchsuchen immer wieder den aufgeschütteten Aushub nach übersehenen Edelsteinen. Das Geschäft mit den Jade-Steinen hat die Grenzregion zu China zu einer Art Mondlandschaft gemacht und die Natur zerstört. Der Abbau von Jade zeigt sehr deutlich, was Tibor Zenker, der Vorsitzende der Partei der Arbeit, in seinem Kommentar zum Klimakiller Kapitalismus festhält: „Der Kapitalismus lässt zugunsten des Profits Menschen ausbeuten und unterdrücken, er lässt sie verhungern, vertreiben, misshandeln, versklaven und ermorden. Wer auf diese Weise mit Menschen umgeht, hat gegenüber der Umwelt, dem Klima und nichtmenschlichen Lebewesen natürlich noch weniger Bedenken.“ Die mindestens 126 Toten des Unglücks sind hierfür ein Zeugnis.

Quelle: VOL

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