HomeInternationales7.000 Menschen ehren Rosa und Karl in Berlin

7.000 Menschen ehren Rosa und Karl in Berlin

Berlin. Wie jedes Jahr am zweiten Jännerwochenende zogen auch heuer wieder tausende Menschen zur Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin. Laut den Angaben der Veranstalter dürften es in diesem Jahr mehr als 7.000 Menschen gewesen sein, die im Zuge der traditionellen Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Demonstration am vergangenen Sonntag Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ehrten. Die beiden Revolutionäre und Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) wurden vor 103 Jahren von reaktionären Freikorps ermordet.

Obwohl die Temperaturen rund um den Gefrierpunkt lagen und vielen noch die brutalen Gewaltexzesse der Polizei im vergangenen Jahr in Erinnerung geblieben sein dürften (wir berichteten), folgten dem Aufruf des Vorbereitungskomitees in etwa doppelt so viele Menschen im Vergleich zum letzten Jahr. An die Teilnehmerzahlen in den Jahren vor der Corona-Pandemie konnte die heurige Manifestation aber nicht anknüpfen. Traditionell startete der Demonstrationszug um 10 Uhr am Frankfurter Tor in Berlin-Friedrichshein. Nach etwa einer Stunde erreichte die Demonstration ihr Ziel, den Zentralfriedhof Friedrichsfelde, wo von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Nelken und Kränze vor dem großen Mahnstein mit der Aufschrift „Die Toten mahnen uns“ niedergelegt wurden. Die Polizei hielt sich im Gegensatz zum Vorjahr zurück und versuchte keine Eskalation zu provozieren.

Neben den Fahnen der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) prägten auch die Symbole der Kommunistischen Partei der Türkei (TKP), der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) sowie zahlreiche weitere Transparente, die auf den unermüdlichen Kampf von Rosa und Karl Bezug nahmen, das Bild der Demonstration.

Quelle: Junge Welt / Redglobe

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