HomeInternationalesErster Corona-Fall führt Samoa in den Lockdown

Erster Corona-Fall führt Samoa in den Lockdown

Auf den westsamoanischen Inseln wurde erstmals eine Corona-Infektion abseits von Einreisekontrollen entdeckt. Die Behörden reagieren auf den Einzelfall mit einem umfassenden Lockdown.

Apia. Im pazifischen Inselstaat Samoa wurde erstmals ein einheimischer Corona-Fall entdeckt. Eine 29-jährige Frau von der Hauptinsel Upolu, die sich vor einer Flugreise nach Fidschi testen ließ, erhielt ein positives Ergebnis. Sie wurde isoliert, während die Behörden versuchen, ihre Kontakte nachzuverfolgen. Gleichzeitig wurde ein Lockdown verhängt: Die Grenzen sind geschlossen, internationale Reisen auf dem Luft- und Seeweg ausgesetzt. Alle öffentlichen Veranstaltungen wurden ab- bzw. untergesagt, Schulen, Kirchen und die meisten Geschäfte bleiben vorerst geschlossen. Die Impfquote unter den knapp 200.000 Einwohnern beträgt etwa 90 Prozent.

Für Samoa ist der Infektionsfall der erste der Pandemie, der innerhalb des Landes festgestellt wurde – alle bislang entdeckten 48 Fälle kamen bei Einreisekontrollen zu Tage, wurden also „eingeschleppt“ und konnten durch unmittelbare Quarantäne rasch überwunden werden, ohne dass es ein Überspringen auf die Bevölkerung gab. Allerdings ist auch jetzt davon auszugehen, dass das SARS-CoV-2-Virus nicht plötzlich in der samoanischen Bevölkerung von Zauberhand oder von selbst aufgetaucht ist, sondern dass wiederum ein – eben unentdeckter – infektiöser Außenkontakt den Ursprung für die Ansteckung bildet. Insofern dürfte es eventuell nicht bei einem Einzelfall bleiben. Rasches Contact-Tracing soll nun etwaige Infektionsketten oder Cluster ausfindig machen.

Quelle: ORF

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