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Globale Militärausgaben auf Rekordhoch

Die weltweiten Budgets für Krieg und Rüstung nähern sich mit dem Jahr 2020 der 2‑Billionen-Dollar-Grenze – der mit Abstand größte Teil davon entfällt auf die USA.

London. Trotz Pandemie und Wirtschaftskrise haben die weltweiten Rüstungsausgaben im Jahr 2020 einen neuen Höchstwert erreicht, wie das Internationale Institut für Strategische Studien (IISS) bekannt gab. Nicht weniger als 1,83 Billionen US-Dollar wurden von den Staaten der Erde für Militärapparate, Waffen und Kriegsführung aufgewendet – gegenüber 2019 ist dies ein Anstieg um 3,9 Prozent. Deutlich mehr als ein Drittel dieser gewaltigen Summe entfällt auf ein einziges Land, nämlich die USA. Die ohnedies schon hochgerüstete imperialistische Hegemonialmacht erhöhte ihr Militärbudget abermals um 6,3 Prozent auf nunmehr 738 Milliarden. Demgegenüber fallen alle anderen Staaten weit ab, wobei dies immer noch immense Finanzmittel bedeutet: Die NATO-Verbündeten Großbritannien (61,5 Milliarden Dollar), Frankreich (55 Milliarden) und BRD (51,3 Milliarden) lassen sich bei Armee und Rüstung auch nicht lumpen. 

Das in London ansässige IISS, das selbst massiv von großen nordamerikanischen, europäischen und japanischen Rüstungskonzernen finanziert wird, warnt natürlich trotzdem davor, die Rüstungsausgaben zu reduzieren, denn „der Westen“ müsse „verteidigungsfähig“ bleiben – gemeint ist wohl: interventions- und aggressionsfähig bleiben. Insofern verweist das IISS darauf, dass ja auch die Militärausgaben Chinas (193,3 Milliarden) und Russlands (60,3) sehr hoch seien. Das mag zwar stimmen, diese Staaten sind jedoch im einen Fall das bevölkerungsreichste und im anderen das größte Land der Erde sowie permanent bedroht durch die USA und deren Verbündete. Und in Zahlen kann man festhalten, dass die vier bedeutendsten NATO-Militärmächte beinahe auf das fünffache Budget Chinas und auf das fünfzehnfache Russlands kommen.

Der Rüstungsvorsprung der imperialistischen Haupträuber, v.a. der USA, bleibt also enorm. Angesichts der Militärinterventionen und Kriege, der Okkupationen und Kriegstreibereien, die von diesen betrieben werden, kann man mit Fug und Recht konstatieren, dass von diesen weiterhin die Hauptgefahr für den Frieden ausgeht. Dies verdeutlichen auch die aktuellen Zahlen – und es ist fast unvorstellbar, was man mit diesen Geldern an Positivem bewirken könnte, wenn man sie nicht im Dienste des Kapitals und des Imperialismus für das Töten von Menschen und das Unterjochen ganzer Völker verschwenden würde.

Quelle: IISS

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