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Italien: Zwei weitere tote Arbeiter

In Italien mussten am 28. Mai in Pavia die ABCR-Einheiten (Atomar, Bakteriologisch, Chemisch, Radiometrisch) der Feuerwehr ausrücken. In einer Lagerhalle war ein Ventil gebrochen und Schwefelwasserstoff ausgetreten. Zwei Arbeiter verloren ihr Leben.

Pavia/Lombardei. In der Stadt Pavia sind zwei Arbeiter getötet worden, weil in einer Lagerhalle der Di​.Gi​.Ma. gebrochen ist. In der Folge trat Schwefelwasserstoff aus und breitete sich in der Umgebung aus. Schwefelwasserstoff ist extrem giftig und wirkt innerhalb kürzester Zeit tödlich. Momentan wird ermittelt ob die Firma, die Schlachtnebenprodukte verkauft, alle technischen Standards und Sicherheitsvorschriften zum Schutz der Arbeiter eingehalten hat.

Die Basisgewerkschaft USB machte in einer Stellungnahme darauf aufmerksam, dass in diesem Jahr bereits 300 Arbeiterinnen und Arbeiter in Italien am Arbeitsplatz gestorben sind. Der Tod von Andrea Lusini, 51 alt, und Alessandro Brigo, 50 Jahre alt, steht in einer Reihe mit jährlich vielen Todesfällen an italienischen Arbeitsplätzen. Sie verweist darauf, dass im Mai bereits die 22-jährige Arbeiterin Luana D’Orazio am Arbeitsplatz starb. Die Auszubildende hatte bei der Arbeit mit einer Maschine die Sicherheitsvorkehrungen nicht eingehalten nachdem sie bei der Arbeit alleingelassen wurde und die Kontrolle verloren hatte. Der Tod der beiden Arbeiter ereignet sich nur wenige Tage nach dem Seilbahnunglück bei dem 14 Menschen starben. Die Ursache des Unglücks war das Blockieren der Notbremse, um eine Sperrung und Aufwendige Reparatur zu vermeiden durch einen Techniker im Auftrag des Unternehmens.

Die Gewerkschaft erklärt, dass die toten Arbeiterinnen und Arbeiter das Ergebnis eines Wirtschaftssystems sind, in dem der Profit der Unternehmer über dem Leben der Menschen steht. „Die USB hat immer angeprangert und wird auch weiterhin anprangern, dass dies nicht nur Tote sind, sondern Morde, gewollt von einem Wirtschaftssystem, das die Menschen, die Arbeiter an die letzte Stelle setzt. Es ist an der Zeit, im Strafgesetzbuch den Straftatbestand des „Mordes am Arbeitsplatz“ einzuführen.“

Quelle: USB

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