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Kuba erteilt weiteren CoV-Impfstoffen Zulassung

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie kann die kubanische Forschung neue Erfolge vorweisen: Mit gestrigem Freitag sind bereits drei selbst entwickelte Impfstoffe behördlich zugelassen.

Havanna. Die für Medikamente und medizinisches Gerät zuständige Kontrollbehörde Cecmed hat mit 20. August zwei weiteren in Kuba entwickelten Corona-Impfstoffen die Zulassung erteilt. Die Vakzine „Soberana 02“ und „Soberana Plus“ werden nun im Kampf gegen die CoViD-19-Pandemie eingesetzt, um deren Folgen und die gegenwärtig auch in Kuba bedenkliche Ausbreitung zu vermindern. In der dritten wissenschaftlichen Testphase hätte die Kombination der beiden Impfstoffe eine Effektivität von 91,2 Prozent erreicht, hieß es in einer Verlautbarung.

Wissenschaftliche Erfolge trotz US-Blockade

Bereits früher, am 9. Juli dieses Jahres, war der kubanische Impfstoff „Abdala“ zugelassen worden, nachdem Studien eine Wirksamkeit von 92,3 Prozent ergeben hatten. Damit hat das kleine Land, das für lateinamerikanische Verhältnisse jedoch über ein hochstehendes Gesundheitssystem und eine entsprechende medizinische Forschung verfügt, nun bereits drei Vakzine selbstständig entwickelt. Dies ist einerseits ein Resultat der sozialistischen Grundlagen der Republik Kuba, die auf eine Gewährleistung der Bedürfnisse der Menschen gerichtet sind. Gleichzeitig waren die Bemühungen aber auch eine Notwendigkeit, da durch die völkerrechtlich illegale und verbrecherische US-Blockade gegen Kuba ein Mangel an Importen relevanter medizinischer Güter herrscht.

Internationalistische Hilfe für andere Staaten

Doch Kuba beweist einmal mehr, dass man sich zu helfen weiß, was sich auch in der Namensgebung der bisherigen Impfstoffe widerspiegelt: „Soberana“ ist das spanische Wort für „Souveränität“, während „Abdala“ sich auf den Titel eines lyrisches Werks des kubanischen Dichters und Freiheitskämpfers José Martí aus dem Jahr 1869 bezieht. Aber Kuba geht es wie immer nicht nur um seine eigenen Interessen, sondern auch um Internationalismus und Solidarität: Die bisherigen Impfstoffe werden auch im Iran produziert und verwendet, in Vietnam, Venezuela und Argentinien ist ebenfalls eine Produktion geplant. Außerdem laufen Verhandlungen über kubanische Vakzinlieferungen an Indien und Mexiko.

Quelle: ORF

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