HomeInternationales„Slawa Ukrajini“ - der faschistische Gruß erobert die Welt

„Slawa Ukrajini“ – der faschistische Gruß erobert die Welt

Berlin/Kiew. Im Berliner Bundestag verwendete der ukrainische Präsident Wolodymir Selenskjy wiederum den Gruß „Slawa Ukrajini „, was zu deutsch etwa Ruhm der Ukraine bedeutet, wobei das Wort „Slawa“ eine viel tiefere emotionale Bedeutung hat, als im deutschen das Wort Ruhm. Politikerinnen und Politiker von Neuseeland über Kanada und USA bis nach Europa plappern diesen Schlachtruf nach.

Jetzt wäre das Ansinnen, der eigenen Nation – die sich noch dazu im Krieg gegen eine fremde Armee, die in ihr Territorium eingedrungen ist – Ruhm zu wünschen, ja durchaus verständlich. Jedoch hat diese Losung eine Vorgeschichte.

Die OUN

Sie geht in der jüngeren Geschichte zurück auf die 1929 in Wien gegründete „Organisation ukrainischer Nationalisten“ (OUN). Diese war während der deutschen Besatzung der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik durch die deutsche Wehrmacht an zahlreichen schweren Kriegsverbrechen beteiligt. Die OUN beziehungsweise ihr militärischer Arm UPA besetzten Teile der polnischen Gebiete Polesien und Wolhynien und verübten dort Massaker an der polnischen Zivilbevölkerung. Die OUN befand sich in einer Kooperation mit den deutschen Faschisten, stellte SS-Freiwilligenbataillone, sie tat sich als Verfolgerin und Mörderin von Juden, Polen, Roma und Sinti, Russen und insbesondere Angehörigen der Roten Armee hervor. 

Die Faschistentrupps des Euromaidan 2014

Populär gemacht wurde der Ruf „Slawa Ukrajini“ aufs Neue von der sogenannten Euro-Maidan-Bewegung, die im Jahr 2014 den gewählten Präsidenten Janukowitsch durch einen Putsch aus dem Amt jagte. In dieser Bewegung taten sich als starke und organisierte Kraft ukrainische Faschisten hervor, die sich in die Tradition den Verbrechers Bandera stellten. Sie bildeten eine eigene bewaffnete Truppe, die Terror gegen Kommunisten, Gewerkschafter, Sozialisten, Journalisten, Juden und ethnische Russen ausübte. Diese „Asow-Bataillone“ bilden heute einen Teil der regulären ukrainischen Armee, und tun sich seit 2014 durch besondere Grausamkeit gegenüber den abtrünnigen Volksrepubliken Lugansk und Donezk hervor. Auch im aktuellen Krieg gegen Russland sollen die Faschisten von „Asow“ eine sehr schmutzige und menschenverachtende Rolle spielen.

Präsident Wolodymir Selenskyj ist nicht dumm oder naiv. Er weiß also ganz genau, welchen Schlachtruf er da in jeder Ansprache durch Europa trägt. Die offizielle Ukraine hat davor schon längst begonnen, den Faschistenführer Bandera zu einem Nationalheiligen zu stilisieren. Zu seinem Geburtstag finden alljährlich große Aufmärsche statt, es wurden zahlreiche Straßen und Plätze nach ihm benannt und landesweit Denkmäler für ihn errichtet.

Bandera wird verehrt, während man auf die ukrainischen Rotarmisten spuckt

Man kann nicht sagen, dass die Ukraine – wie von Russland immer wieder behauptet – von Faschisten regiert wird. Was man aber sagen kann: die faschistischen Kräfte der Vergangenheit werden heute in der Ukraine verehrt, während übrigens auf die Millionen Ukrainer, die in der Roten Armee für die Zerschlagung des Nazi-Faschismus gekämpft haben, gespuckt wird. Kommunisten müssen seit 2014 im Untergrund arbeiten, die Brandstiftung am Gewerkschaftshaus in Odessa ebenfalls im Jahr 2014, bei der 42 Menschen bei lebendigem Leib verbrannten, ist bis heute nicht aufgeklärt, obwohl die Täter bekannt sind. die Armee der Ukraine hat übrigens den Ruf „Ruhm der Ukraine“ ergänzt um „Ruhm den Helden“. Auch das ist eine Tradition, die auf die Bandera-Faschisten zurückgeht. Was man daher sagen kann: die ukrainische Politelite hat keine Problem mit den Faschisten und auch nicht damit, deren Schlachtrufe und Symbole zu übernehmen. 

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