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Weitere Preissteigerungen in den USA

Toilettenpapier, Babypflegeprodukte, Softdrinks und viele andere Produkte des täglichen Bedarfs werden in den USA teurer – und das zu einem Zeitpunkt, an dem sich bereits jeder und jede Fünfte bereits kein regelmäßiges Essen mehr leisten kann.

Washington D.C.. Procter & Gamble, Kimberly-Clark und Coca-Cola haben alle angekündigt, dass sie die Preise für viele ihrer US-Produkte erhöhen werden. Dies bergünden die Konzerne damit, dass die Rohstoffkosten gestiegen seien. Plastik, Papier, Zucker, Getreide und andere Rohstoffe werden alle teurer, da die Nachfrage das Angebot übersteige. Unternehmen zahlen auch mehr für den Transport, da die Treibstoffkosten nach einem Langzeittief wieder steigen und es in den Häfen aufgrund von Überlastung zu längeren Verzögerungen kommt.

Der potenzielle Schlag für die Geldbörsen der Verbraucher kommt, während die US-Wirtschaft zwar bereits eine hohe Durchimpfungsquote erreicht hat, aber die Armut und das Leid sich während der Krise vertieft haben und die Öffnungen an der kapitalistischen Krise nichts ändern. Insgesamt 54 Millionen US-Amerikanerinnen und Amerikaner waren Ende vergangenen Jahres auf Unterstützung angewiesen. Das entspricht etwa einem Sechstel der Einwohnerinnen und Einwohner, und bereits vor der Pandemie war Nahrungsunsicherheit ein Thema für viele Menschen in den USA.

In den letzten Monaten sind die Preise für viele Konsumgüter, darunter z.B. Toilettenpapier, Berichten zufolge nur leicht gestiegen. Der Druck nehme nun jedoch zu, da die Kosten für die Unternehmen steigen würden, was natürlich potenziell zu einer Gefährdung der Profite führt. Da man das nicht hinnehmen will, weil es der Logik des Kapitalismus widerspricht, haben Unternehmen signalisiert, dass die Preiserhöhungen später in diesem Jahr und wahrscheinlich bis ins Jahr 2022 kommen werden, um die Auswirkungen auszugleichen, zugunsten der Profite und Dividenden. Die Arbeiterklasse zahlt natürlich auch hier drauf.

Quelle: Al Jazeera/Zeitung der Arbeit

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