Start Internationales Weitere militärische Konfrontation

Weitere militärische Konfrontation

Stepanakert/Bergkarabach/Aserbaidschan. Im Krieg zwischen den armenischen Truppen der selbsternannten „Republik Arzach“ und dem militärisch wesentlich stärkeren aserbaidschanischen Militär, könnten letztere vor einem entscheidenden Teilsieg stehen. Wie „Die Presse“ mitteilt, haben anonyme Journalisten aus der Region aserbaidschanische Meldungen bestätigt, wonach die Regionalhauptstadt Stepanakert (aserbaidschanisch Chankendi) bald Kriegsschauplatz sein könnte. Die armenische Südfront soll um Allerheiligen auf ca. 20 Kilometer Breite kollabiert sein. Ein entscheidender militärischer Sieg aber hängt davon, ob das aserbaidschanische Heer den Laschin-Korridor sowie die Stadt Schuschi (aserbaidschanisch Schuscha) erobern kann. Der Laschin-Korridor verbindet Armenien mit Bergkarabach und der Stadt Schuscha, die nicht nur eine große Stadt in der Region ist, sondern auch von vielen Aserbaidschanern als historisch bedeutender Ort in der Entwicklung der modernen aserbaidschanischen Kultur gesehen wird.

KP Armeniens gegen den Krieg

In einer längeren Aussendung hat die Kommunistische Partei Armeniens Anfang November auf solidnet Stellung zum anhaltenden Kriegsgeschehen in Bergkarabach genommen. In erster Linie ruft die KP Armeniens zu einem Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen auf. Vor einem Monat griffen aserbaidschanische Truppen nicht-militärische Ziele in Bergkarabach an. Als Folge davon sind bisher hunderte Menschen getötet worden, historisch bedeutende Monumente wurden zerstört oder ernsthaft beschädigt, es wurden zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser angegriffen und etliche Menschen sind geflohen. Es gibt zudem Hinweise darauf, dass Streubomben und weißer Phosphor von aserbaidschanischen Truppen eingesetzt wurden.

Kritisiert wird auch die Rolle Israels und der Türkei, da vor allem Letztere beschuldigt wird, islamistische Söldner aus der syrischen Region Idlib abgezogen und nach Bergkarabach transferiert zu haben.

Quellen: Die Presse/Solidnet

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