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Grausamer Frauenmord in Lustenau

Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Der am Samstag in einem Entwässerungskanal aufgefundene Frauenleichnam stellte sich aller Wahrscheinlichkeit nach als Frauenmord heraus. 

Lustenau. Die am Samstag in Lustenau tot aufgefundene Frau stellte sich im Verlauf der Ermittlungen als Mord- oder Totschlagsopfer heraus. Die an die Öffentlichkeit gedrungenen Ergebnisse der Ermittlungen weisen auf Ersteres hin. Die Tat dürfte zwischen 2. und 3. März verübt worden sein. In den darauffolgenden Tagen galt die 30-jährige, aus Dornbirn stammende Frau noch als vermisst, ehe sie am Samstag von einem Grundstückbesitzer entlang eines Entwässerungsgrabens entdeckt wurde. 

Die mit dem Fall beauftragten Polizeikräfte stießen im Zuge ihrer Ermittlungen innerhalb des Bekanntenkreises der dreißigjährigen Frau auf zwei Tatverdächtige – ein 19-jähriger und ein 25-jähriger Bekannter des Opfers sollen in der Tatnacht bei ihr gewesen sein. Sie wurden aufgrund der belastenden Erhebungen sehr zeitnah von der Polizei festgenommen, in die Justizanstalt Feldkirch eingeliefert und befragt.
Fest steht, dass sich die Frau in der Nacht auf den Donnerstag, 3. März, auf einer Party in der Wohnung des Neunzehnjährigen befand. Was genau dort vorfiel und wer noch darin involviert war, ist noch unklar. Die Leiche der Frau wies mehrere Blutergüsse an Hals und Kopf auf. Es ist davon auszugehen, dass sie im Zuge der Party gewürgt und geschlagen worden und in den frühen Morgenstunden an den Folgen der Tortur gestorben sei. Hinweise auf ein Sexualdelikt wurden keine gefunden. Da sich die drei aus der Drogenszene kannten, wird auch ein toxikologisches Gutachten erstellt, um herauszufinden, ob in der Nacht Rauschmittel konsumiert worden sind. Denn auch das Motiv ist bis dato unklar. Die beiden Tatverdächtigen waren jedenfalls aus diesem Grund bereits amtsbekannt.

Die ermittelnden Beamtinnen und Beamten kamen außerdem zum Schluss, dass die Leiche der Frau erst zwei Tage später am Fundort abgelegt worden sei, was die Frage aufwirft, wo sie in den Tagen davor versteckt worden ist und wie sie dorthin befördert wurde. Der Fundort im Lustenauer Ried ist von der Wohnung, die als Tatort gehandelt wird, etwa drei Kilometer entfernt.

Von den Tatverdächtigten ist nur der 19-Jährige teilweise geständig. Der 25-Jährige wurde bereits am Sonntag festgenommen, ist aber nicht geständig. Der seit Montag in Haft verweilende 19-jährige Bekannte der Frau gibt nur Teile der Tat zu. Welche Teile das sind, ist noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt.

Wie bei jedem Frauenmord bleibt, unabhängig vom Tathergang, zu hoffen, es möge der letzte sein. Die Statistiken sprechen aber eine andere Sprache.

Quelle: ORF

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