GPA für 4‑Tage-Woche ohne Arbeitszeitverkürzung?

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Wien. Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) fordert mit Blick auf die Kollektivvertragsverhandlungen im Herbst, dass in den Kollektivverträgen ein Rechtsanspruch auf die 4‑Tage-Woche verankert wird.

„Im Handel ist durch eine kollektivvertragliche Regelung bereits ein Rechtsanspruch auf die 4‑Tage-Woche gelungen. Wir werden als Gewerkschaft GPA das Thema Neuverteilung der Arbeitszeit und Verankerung der 4‑Tage-Woche auf der Ebene der Kollektivverträge intensiv weiterverfolgen“, kündigt GPA-Vorsitzende Barbara Teiber an. Den Unternehmern macht sie die Reduktion der Arbeitstage mit einer Steigerung der Produktivität schmackhaft. 

Was in der Aussendung der GPA aber gänzlich fehlt, ist die Forderung nach einer Verkürzung der Arbeitszeit. Denn unter den gegebenen Rahmenbedingungen bedeutet eine 4‑Tage-Woche nur, dass die tägliche Arbeitszeit verlängert wird. Eine generelle Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleih brächte in diesem Fall eine Entlastung der Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellten von etwa einer Stunde täglich. 

Quelle: APA-OTS