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„Wir sind an unserer Belastungsgrenze“

Schulsprecherinnen und Schulsprecher sagen Nein zur geplanten Durchseuchung von Kindern und Jugendlichen und fordern mehr Bildungsgerechtigkeit. Sonst soll gestreikt werden.

Rund einhundert Schulsprecherinnen und Schulsprecher aus ganz Österreich sagen: „Nicht mit uns!“ In einem offenen Brief an den neuen Bildungsminister Polaschek und die gesamte Bundesregierung fordern sie konkrete Maßnahmen im Kampf gegen die Omikron-Welle an Österreichs Schulen sowie Anpassungen bei den diesjährigen Abschlussprüfungen ein. So sei die geplante Durchseuchung von Kindern und Jugendlichen nicht zu akzeptieren, heißt es vonseiten der Schülerinnen- und Schülervertreter. Sie verlangen von der Politik langfristige Sicherheitskonzepte für die Schulen und als Beispiele nennen sie ausreichend PCR-Tests für Schulen, Luftfilter, CO2-Messgeräte und Covid-Aufklärungskampagnen. Darüber hinaus fordern die Jugendlichen einen ehrlichen öffentlichen Diskurs über die Maßnahmen für die psychische Gesundheit ein und verlangen eine Aufstockung des schulpsychologischen Personals. Für die bevorstehenden diesjährigen Abschlussprüfungen verlangen sie eine freiwillige mündliche Matura sowie eine Kürzung des Themenpools für die schriftliche Matura um 30 Prozent.

Den offenen Brief mitsamt den Forderungen haben Schulsprecherinnen und Schulsprecher aus allen neun Bundesländer unterzeichnet und sie lassen dabei keine Zweifel aufkommen, was sie von der derzeitigen Politik halten: „Wir können Ihre aktuelle Politik, die uns im Stich lässt, psychisch belastet und körperlich gefährdet, nicht länger mittragen. Wir sind darauf angewiesen, dass Sie endlich ihrer Verantwortung nachkommen.“ 

Der Initiator des offenen Briefs, Mati Randow, Schulsprecher am Gymnasium Rahlgasse in Mariahilf, setzte den verantwortlichen Politikerinnen und Politikern ein Ultimatum: „Wenn da nicht drauf eingegangen wird, dann wird nächste Woche gestreikt werden, dann müssen wir quasi diesen Weg gehen.“ So seien beispielsweise dezentrale Schulstreiks an einzelnen Schulen angedacht, heißt es.

Quelle: ORF / Offener Brief

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