HomeKlassenkampfÖsterreich europäische Spitze bei Quadratmeterpreisen

Österreich europäische Spitze bei Quadratmeterpreisen

Wohnen wird immer mehr zum Luxusgut. Das gilt in Österreich nicht nur für Eigentumswohnungen, sondern auch bei Mietwohnungen.

Wien. Mit einem Quadratmeterpreis für eine Neubauwohnung von durchschnittlich 4.457 Euro ist Österreich im Europavergleich an der Spitze. Österreich, das Land der Gemeindebauwohnungen ist zwar in Relation zu anderen Staaten in der EU noch immer wahrer als für andere Staaten, aber gleichzeitig ein Mythos und ein zu Unrecht gutes Image. Denn selbst in Städten wie Wien gehören Gemeindebauwohnungen heutzutage zu Mangelware und sind vielfach auch nicht mehr in im besten Zustand. Einäugiger unter den Blinden quasi.

Der „Property-Index“ von Deloitte zeigt, dass in Österreich der Quadratmeterpreis seit dem Vorjahr knapp um 6 Prozent geistigen ist. Hier kostet eine 70-Quadratmeter-Wohnung durchschnittlich 10,6 Jahresgehälter, in Serbien 15. Dort ist zwar der Quadratmeterpreis geringer, aber die Einkommen ebenfalls. Der internationale Vergleich hält fest, dass lediglich in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Israel der Quadratmeterpreis für Neubauwohnungen im Schnitt ebenfalls bei mehr als 4.000 Euro.

Steigende Mietkosten

Die Mietkosten in Österreich steigen ebenfalls um über 3 Prozent im letzten Jahr. Die Mietpreise und ihre Steigerung unterscheiden sich hierbei stark nach Vertragsabschlussdatum und ‑art, also ob unbefristet oder befristet. Aber auch nach Regionen gibt es starke Unterschiede, während das Burgenland und Kärnten verhältnisweise „günstig“ sind in Salzbug, Vorarlberg und Tirol fast drei Euro pro Quadrateier im Schnitt teurer.

Währenddessen bleiben entsprechende Lohn- und Gehaltssteigerungen aus, im Gegenteil viele Haushalte haben Einkommenseinbußen. Wohnen wird immer mehr zu einem Luxusgut, es wird im Rahmen der Pandemie und dem Ende der Mietstundungen von steigenden Delogierungszahlen berichtet. Bereits vor der Krise waren 2018 22.741 Menschen in Österreich obdachlos.

PdA fordert würdiges Wohnen und gemeinsamen Kampf

Die Partei der Arbeit Österreichs (PdA) fordert schon lange würdiges Wohnen. Im Rahmen der Krise hielt sie immer wieder fest, dass im 21. Jahrhundert freier Zugang zu Gesundheit, Bildung, Wohnen, Kinderbetreuung, Altersvorsorge, öffentlichem Verkehr, Kultur und Sport nicht nur möglich, sondern notwendig ist. Weiter hält sie fest: „Wir wollen nicht zurück zur ‚Normalität‘: zurück zur Ausbeutung, Armut und Unsicherheit. Wir wollen vorwärts: zu einer neuen Gesellschaft, die den Bedürfnissen der arbeitenden Menschen entspricht. Dafür müssen wir kämpfen.“

Quelle: Oberösterreichische Nachrichten/Statistik Austria/Neunerhaus/Zeitung der Arbeit

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