HomeKlassenkampfStellenabbau bei Magna in Graz: 500 Arbeitsplätze werden vernichtet

Stellenabbau bei Magna in Graz: 500 Arbeitsplätze werden vernichtet

Graz. In der steirischen Landeshauptstadt offenbart sich erneut das gnadenlose Gesicht des Kapitalismus: Der Autohersteller Magna, getrieben von Profitmaximierung und Marktzwängen, hat angekündigt, rund 500 Arbeitsplätze abzubauen. Dieser drastische Schritt folgt auf den Produktionsstopp des Elektroauto-Modells Fisker Ocean, dessen Produktion aufgrund finanzieller Schwierigkeiten des US-Start-ups Fisker eingestellt wurde. Die Arbeiterklasse leidet erneut unter den kapitalistischen Streben nach Profitmaximierung, das unweigerlich zu Entlassungen und Unsicherheit führen.

Ein Magna-Betriebsrat brachte die prekäre Lage der Belegschaft zum Ausdruck: „Wir wissen noch nichts Konkretes, aber es schaut nicht gut aus.“ Diese Unsicherheit spiegelt die Ausbeutungssystematik wider, in der die Arbeiter ihren Arbeitsplatz jederzeit verlieren können, abhängig von den Launen des Marktes und den Entscheidungen des Kapitals, die fernab ihrer Lebensrealität getroffen werden.

Die Krise bei Magna ist nicht einfach eine Folge schlechter Auftragslage, sondern ein Symptom der kapitalistischen Produktionsweise, die die Existenzgrundlage der Menschen den Profitinteressen unterordnet. Karl-Heinz Snobe, Chef des Arbeitsmarktservice Steiermark, unterstrich: „Es gibt veritable Schwierigkeiten auf einer Produktionslinie.“ Diese Probleme sind jedoch nicht naturgegeben, sondern Ergebnis eines Systems, das fortwährend nach Mehrwert strebt, ohne Rücksicht auf die sozialen Kosten.

Die bevorstehenden Kündigungen, die bereits Ende April beginnen sollen, illustrieren die brutale Realität der Arbeiter, die als bloße Variablen in den Bilanzen der Unternehmen behandelt werden. Die gesetzliche Frühwarnmeldung, die das Unternehmen an das Arbeitsmarktservice richten muss, ist ein schwacher Puffer gegen die harten Auswirkungen von Kündigungen.

Nur durch eine organisierte Gegenwehr kann eine gerechtere Verteilung der Ressourcen und eine Produktionsweise erreicht werden, die den Menschen über den Profit stellt.

Quelle: ORF

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