Die angekündigten Kürzungen im Universitätsbudget markieren einen neuen Angriff auf Studierende und Universitätsangestellte in Österreich. Während die Universitätenkonferenz noch die genauen Auswirkungen berechnet und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner erklärt, sie wolle „bis zur letzten Sekunde um ein solides Ergebnis kämpfen“, zeichnen sich bereits massive Einschnitte für Studierende und Beschäftigte ab.
Wien. Nach den derzeit kursierenden Zahlen sollen den 22 öffentlichen Universitäten in der kommenden Leistungsvereinbarungsperiode von 2028 bis 2030 insgesamt nur noch 15,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen – inklusive der Gehälter an den Universitätskliniken. Im aktuellen Dreijahresbudget sind es noch 16,5 Milliarden Euro. Damit droht erstmals nicht bloß eine reale Kürzung durch die Inflation, sondern sogar eine nominelle Reduktion der Mittel. Selbst Vertreter der Universitäten sprechen bereits von einer „beispiellosen“ Entwicklung.
Dabei befinden sich die Hochschulen seit Jahren unter wachsendem finanziellem Druck. Bereits zuletzt mussten die Universitäten hunderte Millionen Euro einsparen. Gleichzeitig steigen die Kosten für Energie, Infrastruktur und Personal kontinuierlich an. Die Universitätenkonferenz selbst hatte für die Jahre 2028 bis 2030 einen Finanzbedarf von rund 18 Milliarden Euro angegeben – eine Summe, die lediglich einen Ausgleich der Inflation und die Weiterführung des laufenden Betrieb absichern sollte.
Die Konsequenzen solcher Kürzungen sind absehbar. Schon in den vergangenen Jahren führten Sparmaßnahmen zu Stellenstopps, prekären Arbeitsbedingungen, ausbleibenden Nachbesetzungen und wachsendem Druck auf Beschäftigte im wissenschaftlichen Mittelbau. Besonders betroffen sind junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ohnehin vielfach mit befristeten Verträgen und unsicheren Perspektiven konfrontiert sind. Gleichzeitig verschlechtern sich die Studienbedingungen für Studierende weiter: überfüllte Lehrveranstaltungen, schlechte Betreuung und zunehmende Zugangsbeschränkungen sind die direkte Folge von Unterfinanzierung.
Quelle: ORF

















































































