Innerhalb weniger Tage haben sich in Österreich drei schwere Arbeitsunfälle ereignet.
Graz/Wien. Mehrere schwere Arbeitsunfälle haben in den vergangenen Tagen Einsatzkräfte in Wien und der Steiermark beschäftigt. Während ein 43-jähriger Lkw-Fahrer in Wien bei Arbeiten mit einer Mulde tödlich verletzt wurde, erlitten ein Zeitungszusteller in Graz-Puntigam sowie ein Bauarbeiter auf einer Baustelle in Murau schwere Verletzungen. Die Unfälle ereigneten sich innerhalb weniger Tage und führten zu umfangreichen Rettungs- und Ermittlungsmaßnahmen.
Zeitungszusteller bei Kollision in Graz schwer verletzt
Der jüngste der drei Unfälle ereignete sich am Donnerstagmorgen im Grazer Bezirk Puntigam. Gegen 7:20 Uhr war ein 36-jähriger Grazer mit seinem Pkw auf dem Gadollaweg in Richtung Norden unterwegs. Zur selben Zeit fuhr ein 46-jähriger Zeitungszusteller mit seinem Moped aus einer Fußgängerzone kommend auf denselben Bereich zu.
Bei der Kollision der beiden Fahrzeuge kam der Mopedlenker zu Sturz und zog sich schwere Verletzungen zu. Der Mann wurde vom Roten Kreuz in das UKH Graz eingeliefert.
Nach Angaben des Autofahrers sowie einer Zeugin dürfte der 46-Jährige mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein. Zudem soll er während der Fahrt mit einem Mobiltelefon hantiert haben. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.
Lkw-Fahrer in Wien von Mulde erdrückt
Am Dienstag kam es in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus zu einem tödlichen Arbeitsunfall. Ein 43-jähriger Lkw-Fahrer wollte nach Gartenpflegearbeiten eine Mulde mit Gartenabfällen abholen.
Laut Polizei befestigte der Mann die Mulde an seinem Lkw und hob das Behältnis an, während er sich zwischen der Mulde und einer Hausmauer befand. Beim Anheben dürfte die Mulde ausgependelt haben. Der 43-Jährige wurde dabei gegen die Hausmauer gedrückt.
Die Berufsrettung versuchte noch, den Mann zu retten, jedoch erlag er noch am Unfallort seinen Verletzungen. Das Arbeitsinspektorat wurde informiert und führte eine Kontrolle durch. Die weiteren Ermittlungen übernahm das Landeskriminalamt Wien.
Bauarbeiter stürzt in Murau fünf Meter tief in Serviceschacht
Der erste der drei Unfälle ereignete sich bereits am Samstagabend auf einer Wohnbaustelle in Murau. Ein 32-jähriger Facharbeiter war im Innenbereich eines Rohbaus mit Arbeiten beschäftigt.
Da ein bereits verlegter Parkettboden wegen Regenfällen und eines undichten Daches nass geworden war, brachte der Mann eine Schutzfolie an. Laut Polizei zog der rumänische Staatsbürger vor dem Betreten des Bereichs seine Schuhe aus und betrat die ausgelegte Baufolie mit Socken.
Dabei dürfte er auf der nassen Folie ausgerutscht sein und stürzte in einen rund fünf Meter tiefen, ungesicherten Serviceschacht einer Hackschnitzelheizung. Ein Arbeitskollege beobachtete den Unfall und setzte sofort die Rettungskette in Gang.
Der 32-Jährige erlitt mehrere Brüche sowie Verletzungen im Kopfbereich. Die Feuerwehr barg den Mann mit Seil und Leiter aus dem Schacht. Nach der Erstversorgung durch einen Notarzt wurde er ins Klinikum Klagenfurt geflogen.



















































































