Wien. Bereits 65.000 Menschen hatten bis Dienstag abend eine Petition an Familienministerin Claudia Bauer unterzeichnet, mit der der Erhalt der antirassistischen Dokumentationsstelle ZARA gefordert wird. Die unter dem rechtspopulistischen Bundeskanzler Sebastian Kurz in die Regierung geholte ÖVP-Politikerin will diese Einrichtung mit 18 Beschäftigten de facto schließen, indem der Geldhahn zugedreht wird.
„ZARA ist seit Jahren eine unverzichtbare Anlaufstelle für Menschen, die in Österreich Rassismus, Diskriminierung und Hass erleben. Der Verein bietet Beratung, Dokumentation, Unterstützung und öffentliche Aufklärung genau dort, wo Betroffene sonst oft allein gelassen werden“ heißt es in der Petition. Gerade in einer Zeit, in der rassistische, hasserfüllte Sprache wieder salonfähig gemacht werde, insbesondere im digitalen Raum, brauche es diese Arbeit mehr denn je.
Weiter heißt es: Österreich hat in den letzten Jahren erlebt, wie sich gesellschaftliche Spannungen verschärfen, wie Debatten über Migration, Integration und Zugehörigkeit polarisiert werden und wie Hass im Netz und im Alltag normalisiert werden. ZARA leistet hier nicht nur Soforthilfe für Betroffene, sondern schafft auch wichtige Sichtbarkeit für Probleme, die viele lieber verdrängen würden. Dass allein 2025 mehr als 1.500 rassistische Vorfälle dokumentiert wurden, zeigt, dass es nicht um ein Randthema geht, sondern um eine reale Belastung für das gesellschaftliche Zusammenleben.
Quellen: Zara Rassismusreport 2025/Petition #ZARAbleibt!



















































































