Die Palästina Solidarität Linz organisierte am gestrigen Freitag eine Demonstration gegen die in Israel geplante Todesstrafe für Palästinenserinnen und Palästinenser.
Linz. Am 30. März dieses Jahres beschloss der Knesset die Einführung einer Todesstrafe für palästinensische Einwohnerinnen und Einwohner des Westjordanlandes, wenn diese wegen terroristischen Tätigkeiten für schuldig befunden werden. Dem Aufruf der Palästina Solidarität Linz folgend fanden sich gestern über 100 Menschen vor dem Linzer Musiktheater ein. Auch Mitglieder der Partei der Arbeit Österreichs (PdA) und ihrer Jugendfront riefen zur Demonstration auf.
In der Auftaktkundgebung betonte eine Hauptorganisatorin, dass die Solidaritätsbewegung für Palästina erst am Anfang stehe, und dass sie, mit der Unterstützung der Anwesenden, noch viele Jahre bestehen werde, bis ein freies Palästina zur Realität wird.
Der Demonstrationszug bewegte sich über die Linzer Landstraße zum Taubenmarkt, wo für eine weitere Kundgebung Halt gemacht wurde. Simon Hintenaus, der dort für die PdA sprach, ging in seiner Rede auf das Versagen der westlichen Regierungen, insbesondere der österreichischen Bundesregierung, ein. Er kritisierte, dass man „tatsächliche Maßnahmen, um diesen neuen Auswuchs von Netanjahus Mordlust zu bekämpfen” vergeblich suche.
„Den Kampf”, so Hintenaus weiter, “führen hingegen die fortschrittlichen Kräfte in Israel selbst, wie etwa die Kommunistische Partei Israels, die eine Klage gegen das Gesetz beim Obersten Gerichtshof einreichte, oder auch die Arbeiterklasse und die Kommunistinnen und Kommunisten weltweit, die die Vorgänge in Israel verurteilen, demonstrieren oder Waffentransporte blockieren und vieles mehr.”
Auch den Internationalen Kampf der Kommunistinnen und Kommunisten hob er hervor.
Nach der Zwischenkundgebung am Taubenmarkt fand die Demonstration ein wenig weiter, auf dem Hauptplatz, ihr Ende. In den abschließenden Reden wurden erneut scharfe Worte für das Schweigen der österreichischen Regierung gefunden.
Auch die erneuten Angriffe Israels auf zivile Hilfsmissionen, zuletzt auf die Aktivistinnen und Aktivisten der Global Sumut Flotilla, wurden immer wieder harsch kritisiert.
Nach dem offiziellen Ende der Demonstration betreute die Palästina Solidarität noch einige Zeit einen Infotisch und suchte das Gespräch mit der Linzer Bevölkerung.
So wurde gestern in Linz ein starkes Zeichen gegen Völkermord und Apartheid und für die Rechte der Palästinenserinnen und Palästinenser gesetzt.
Die ganze Rede der Partei der Arbeit Österreichs kann hier auf der Website der PdA nachgelesen werden.



















































































