In weiten Teilen Europas ist es aufgrund der anhaltenden Trockenheit zu einem weiteren Sinken des Wasserstands vieler Flüsse und Seen gekommen. Besonders die Donau verzeichnet in mehreren Ländern außergewöhnlich niedrige Pegelstände. Seit Tagen leidet Bulgarien unter einer Dürre, wie sie das Land seit 1996 nicht mehr erlebt hat. Der Fährverkehr wurde eingestellt und nun wurden durch die Folgen dieser Dürre nicht nur Nazi-Wracks, sondern sogar vermutliche Mammutreste freigelegt.
Mehrere Länder leiden unter dem niedrigen Donauwasserpegel. So liefen in Ungarn vergangene Woche bereits mehrere Kreuzfahrtschiffe auf Grund, weshalb touristische Linienfahrten mit Fahrgastschiffen eingestellt werden mussten. In Hessen tauchten die Ruinen von drei Dörfern wieder auf, die 1913 zum Bau der Sperrmauer am Edersee geflutet worden waren. In Rumänien sah man sich gezwungen die künstliche Bewässerung von Agrarflächen stark zu reduzieren. Auf den freigelegten Sandbänken sah man bereits Kühe ruhen.
Bereits im Jahr 2022 wurden aufgrund einer Dürre in Bulgarien die Überreste zahlreicher deutscher Kriegsschiffe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Diese wurden während der Flucht vor der Roten Armee entweder zerstört oder zurückgelassen. Am Freitag entdeckte man nun weitere solcher Geschichtsstücke, mitsamt einer prähistorischen Überraschung: In den ausgetrockneten Flussbetten und Uferzonen fand man außerdem mehrere zehntausend Jahre alte Knochen und Stoßzähne von Mammuts.
Dass Flüsse immer häufiger Niedrigwasser führen, ist kein Zufall, sondern Teil des fortschreitenden Klimawandels. Den Politikerinnen und Politiker sowie Unternehmerinnen und Unternehmen ist schon längst bewusst, dass der Ausstoß von Treibhausgasen – unter anderem durch intensive Tierhaltung und Massenproduktion – die Klimaerwärmung massiv fördert. Dennoch stehen kurzfristige wirtschaftliche Interessen über der Bearbeitung dieses Problems. Die Folgen sind nicht mehr nur in Statistiken sichtbar, sondern auch in der steigenden Anzahl weltweiter Unwetter sowie in ausgetrockneten Flussbetten und immer häufigeren Dürreperioden.
















































































