Santiago de Chile. Bei Demonstrationen zum Gedenken an die Opfer der Militärdiktatur von Augusto Pinochet sind in Chile 284 Menschen festgenommen worden. Das teilte Sicherheitsminister Martin Arrau am Samstag auf der Plattform X mit. Erstmals seit dem Ende der Diktatur im Jahr 1990 fanden in diesem Jahr keine offiziellen Gedenkveranstaltungen statt.
Am 11. September 1973 putschte das Militär unter General Augusto Pinochet gegen die gewählte Regierung von Präsident Salvador Allende. Die USA hatten über ihre Regierung und den Geheimdienst CIA zuvor gegen Allendes linke Regierung gearbeitet und Kräfte unterstützt, die auf ihren Sturz zielten. Während des Putsches bombardierte die Luftwaffe den Präsidentenpalast La Moneda. Allende starb dort am selben Tag.
Mit dem Putsch begann die bis 1990 dauernde Militärdiktatur. Tausende Menschen wurden ermordet oder verschwanden, Zehntausende wurden inhaftiert und gefoltert. Gewerkschaften und linke Organisationen wurden zerschlagen, politische Gegner ins Exil getrieben. Zugleich wurde das Land auch zum Exerzierfeld des „neoliberalen“ Imperialismusmodells. Staatsbetriebe wurden privatisiert, soziale Rechte abgebaut und die Stellung des Kapitals gestärkt. Die USA unterstützten die neue Ordnung politisch und hatten an der Destabilisierung der Allende-Regierung mitgewirkt.
Quellen: Zeitung der Arbeit/ORF





















































































