Ein Kommentar von Otto Bruckner, Vorsitzender der Partei der Arbeit Österreichs (PdA).
Man schreibt im politischen Westen deutscher Sprache jetzt „Kyjiw“, nicht etwa Kiew. Schreibt man auch Praha oder Beograd oder Warszawa ? Natürlich nicht. Oder gar Moskva und Běijīng? Wo kommen wir da denn hin! Kyjiw, das bedeutet: das ist unser Krieg, aber sterben dürfen die Ukrainer, und die Russen natürlich.
Am 24. August war es wieder so weit: Die Ukraine feierte ihre „Unabhängigkeit“, also den 35. Jahrestag der Loslösung von der Sowjetunion. Was feiert man da eigentlich? Dass der Staat damals mehr als 50 Millionen Einwohner hatte und heute kaum noch die Hälfte? Dass man mit einem Schuldenanteil von 16,7% aus der Sowjetunion ausstieg, die man nie bezahlt hat, also praktisch schuldenfrei, aber mit der Übernahme des gesamten Staatsbesitzes an Grund und Boden, der Industrie und der Infrastruktur starten konnte, heute aber mit nahezu 120% des BIP verschuldet ist und das Staatsbudget nur mehr zur Hälfte aus eigener Kraft in der Lage ist aufzubringen? Oder: Dass man sich in einen Krieg mit Russland hineinhetzen liess, der nicht erst 2022, sondern bereits 2014 mit dem vom Westen finanzierten und orchestrierten Putsch auf dem Maidan in Kiew begann, nach dem man einen blutigen Krieg gegen die eigene – russischsprachige – Bevölkerung im Donbass begann?
Oder feiert man, dass man die übelsten Figuren der eigenen Geschichte zu Helden hochstilisiert, jene Führer der OUN und UPA, die nicht nur mit den Nazis kollaborierten, sondern selbst Pogrome an Polen und Juden veranstalteten, während Millionen von ukrainischen Männern und Frauen in den Reihen der Roten Armee gegen die faschistischen Eindringlinge kämpften?
Die Ukraine als Staat existiert erst seit 1991 und sie war noch nie so abhängig wie jetzt. Die Kuratoren und Gläubiger gaben sich dieser Tage wieder die Klinke in der Hand in Kiew, wo der Häuptling der Korruption, der Schauspieler und Komiker Wolodymyr Selenskyj seine Durchhalteparolen von sich gibt. Er fordert mehr Geld und Waffen. Er spricht vom Sieg. Und er hängt Nazi-Kommandeuren höchste Orden um, lässt alte Faschistenführer in die Ukraine umbetten. Seine Devise: die Nationalisten bei Laune halten, sich die Korruptionsermittler vom Leib halten und laut nach mehr Geld schreien, von dem ein Teil wieder in die Taschen seines Netzwerks fließen werden.
Das Narrenschiff EU aber hält Kurs: Es schaufelt noch mehr Geld in den Rachen des militärisch-industriellen Komplexes und in die Taschen der korrupten Eliten in der Ukraine, , es bestärkt den angeschlagenen Präsidenten eines zerfallenden Landes in seiner Kriegsrhetorik und es fährt mit großer Gewissheit, aber ohne Plan ins Nirgendwo.





















































































