Die Hitzewellen dieses Sommers machen einmal mehr deutlich, dass der Klimawandel längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr ist. Am Dienstagnachmittag wurden an der Messstation von Geosphere Austria in Wien-Stammersdorf 41 Grad Celsius gemessen – die höchste jemals in Österreich aufgezeichnete Temperatur. Nur einen Tag später wurde der Rekord erneut gebrochen – in Bad Deutsch-Altenburg wurden 41,2 Grad Celsius gemessen.
Wien. Inmitten der zweiten großen Hitzewelle innerhalb weniger Wochen veröffentlichte die Jugendfront der Partei der Arbeit Österreichs (PdA) eine Stellungnahme, die deutlich macht, dass die Hitze eine Klassenfrage ist: „Während die Monopole und Konzerne die Natur zur Realisierung ihrer Profite nach Belieben ausbeuten, sind es die Arbeiterklasse und ihre Jugend, die besonders stark von der Klimakrise betroffen sind und die Konsequenzen davonzutragen haben. Raubabbau von Ressourcen, Kriege und der Einsatz veralteter Technologie zeigen, dass die Klimakrise Kapitalismus-gemacht ist.“
Die Erklärung beschreibt die Auswirkungen der hohen Temperaturen auf den Lebensalltag der lernenden und arbeitenden Jugend: „Wir müssen in der Hitze arbeiten und zur Schule gehen, schwitzend schlaflose Nächte verbringen und in Wohnungen ohne Klimatisierung leben. Die Inflation und der Reallohnverlust der letzten Jahre verschärfen die Lage weiter. Selbst wenige Tage Urlaub werden zunehmend zum Luxus und für die Abkühlung im Freibad muss aufgrund steigender Eintrittspreise immer tiefer in die Tasche gegriffen werden. Öffentliche Seezugänge sind bei vielen natürlichen Gewässern rar, wer nicht über ein Millionen-Grundstück am Ufer verfügt, dem bleibt nur der Weg in überfüllte Strandbäder.“
Die Wurzel der Klimakrise liege im kapitalistischen System, das es zu bekämpfen gelte. Zugleich seien jedoch Sofortmaßnahmen erforderlich, um die Folgen des Klimawandels für die Jugend abzufedern. Die Zentrale Leitung der Jugendfront fordert unter anderem die Sanierung und Klimatisierung von Schulgebäuden, freien Eintritt in Freibäder und Strandbäder sowie die Einführung von Hitzefrei für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte. Auch Beschäftigte müssten bei voller Lohnfortzahlung Anspruch auf Hitzefrei erhalten.
Zur vollständigen Stellungnahme: Jugendfront



















































































