Die Energiekosten steigen ungebremst und das vor der Heizsaison. Gewinner der inkompetenten EU-Energiepolitik, der sich auch Österreich bedingungslos unterordnet, sind die US-Konzerne.
Wien. Laut Schnellschätzung der Statistik Austria sind die Verbraucherpreise im August in Jahresfrist um 3,2 Prozent gestiegen. Grösster Preistreiber sind die Energiekosten – hier vor allem Treibstoffe und Heizöl – mit einem plus von zehn Prozent.
Eine Besserung der Situation auf dem Öl- und Gasmarkt ist nicht in Sicht. Die neuerlichen Angriffe der USA auf den Iran und dessen Reaktion haben die Ölpreise weiter steigen lassen. Internationale Medien berichten von Angriffen auf Öltanker in der Straße von Hormus, was wieder einmal zeigt, dass Trump mit seinen Prahlereien, dass die USA den Schiffsverkehr dort kontrollieren würden, Unsinn erzählt. Die fortgesetzten verbrecherischen Kriegshandlungen der USA gegen den Iran beschen dem militärisch-industriellen-Komplex Rekordauftragsstände und stürzen die Weltwirtschaft durch die steigenden Energiepreise und andere Auswirkungen immer weiter ins Chaos.
Regierung kneift vor Konzernen
Die österreichische Bundesregierung hat die Senkung der Mineralölsteuer um einen weiteren Monat verlängert, was sich mit einer Preisminderung um 1,9 Cent pro Liter niederschlägt. Nicht angetastet werden hingegen die Extraprofite der Mineralölkonzerne, die auf die steigenden Preise in der Regel immer noch einen zusätzlichen Aufschlag hinzufügen. Die sogenannte Margenbeschränkung wird nicht aktiviert. Während man bereit ist, auf Staatseinnahmen zu verzichten, ist man zu feige oder zu sehr unter Einfluss der Lobbys, um sich mit den Ölkonzernen anzulegen, die sagenhafte Gewinne schreiben.
Ukraine blockiert Gastransit
Jahrzehntelang profitierte Österreich vom sowjetischen und später russischen Pipelinegas und fixen Öllieferverträgen mit Russland. Während die EU und damit auch Österreich ständig neue Finanzspritzen nach Kiew schicken, um den Staat Ukraine überhaupt am Leben zu halten, erdreistete sich die Ukraine, die Transitleitung, die über die Slowakei auch Österreich versorgte, mit Jänner 2025 abzudrehen. Damit stiegen nicht nur unsere Gaspreise, sondern auch der Finanzierungsbedarf der Ukraine, da sie damit die Milliardeneinnahmen an Transitgebühren verlor, die Russland bis dahin für die Durchleitung des Erdgases bezahlte.
Gewinner sind die US-Konzerne
Derzeit kommen etwa zwanzig Prozent des teureren LNG-Gases aus Russland, während der Großteil aus den USA kommt. Ab Jänner 2027 will die EU die Einfuhr von russischem LNG-Gas verbieten, was zu weiteren Preissteigerungen führen wird. Geopolitische Harakiripolitik ist wichtiger als die Versorgung der eigenen Bevölkerung mit leistbarer Energie. Dass die Hauptnutznießer des Ganzen US-amerikanische Energiekonzerne sind, die noch mehr ihres umweltschädlich gewonnenen Fracking-Gases nach Europa verschiffen, zeigt die ganze Dummheit der EU-Politik auf. Ob das nicht nur Dummheit, sondern Kalkül eingefleischter Transatlanker ist, wird sich viel später erst herausstellen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA/Der Standard



















































































