Am 1. September finden in Wien, Linz, Salzburg und Innsbruck Kundgebungen zum Antikriegstag statt. PDA und Jugendfront rufen gemeinsam mit verschiedenen Friedens- und Solidaritätsinitiativen dazu auf, gegen Aufrüstung, Militarisierung und imperialistische Kriegspolitik auf die Straße zu gehen.
Der 1. September erinnert an den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Am 1. September 1939 überfiel das faschistische Deutschland Polen und entfesselte damit den zweiten Weltkrieg, der Millionen Menschen das Leben kostete. Der Antikriegstag ist deshalb ein Tag des Gedenkens – aber auch ein Tag des Widerstands gegen jene Politik, die erneut auf Aufrüstung, Militarisierung und Konfrontation setzt.
2026 ist die Gefahr neuer großer imperialistischer Kriege längst keine abstrakte Vorstellung mehr. Der Krieg in der Ukraine dauert an, im Nahen Osten werden weiterhin Menschen getötet und vertrieben, und im Pazifik verschärft sich die Konfrontation zwischen den USA und China. Gleichzeitig werden weltweit Militärbündnisse ausgebaut, Rüstungsausgaben erhöht und Waffenarsenale erweitert.
Wir zahlen nicht für ihre Aufrüstung!
Auch Österreich bleibt von dieser Entwicklung nicht unberührt. Das Bundesheer wird mit Milliarden aufgerüstet, neue Waffensysteme werden angeschafft und Österreich beteiligt sich am allgemeinen Aufrüstungskurs der Europäischen Union. Parallel dazu wird die sogenannte „Geistige Landesverteidigung“ verstärkt in Schulen und Bildungseinrichtungen getragen.
Während bei Gesundheit, Bildung, Wohnen und sozialer Sicherheit immer wieder auf angeblich leere Kassen verwiesen wird, scheint für Panzer, Raketen und militärische Infrastruktur ausreichend Geld vorhanden zu sein. Die Bevölkerung soll an die zunehmende Militarisierung gewöhnt und auf Verzicht, Feindbilder und Kriegsbereitschaft vorbereitet werden.
Dabei ist es nicht die Mehrheit Menschen, die von den Kriegen der Herrschenden profitieren. Arbeiterinnen und Arbeiter sowie Angestellte besitzen weder die Konzerne noch Banken, Rohstoffquellen oder Handelswege, um deren Kontrolle international gerungen wird. Sie haben von diesen Konflikten nichts zu gewinnen. Im Gegenteil: Die Kosten werden auf die Bevölkerung abgewälzt – durch Teuerung, Sozialabbau, steigende Arbeitsbelastung und letztlich durch Vertreibung, Zerstörung und Tod.
Die Partei der Arbeit (PdA) und ihre Jugendfront halten in ihrem Aufruf fest, dass der Krieg daher kein von der wirtschaftlichen und politischen Ordnung unabhängiges Phänomen. Krieg gehört zum Kapitalismus: Wo Staaten und Konzerne um Märkte, Rohstoffe, Handelswege und Einflussgebiete konkurrieren, wächst auch die Gefahr, dass diese Interessen mit militärischer Gewalt durchgesetzt werden.
Dem erteilen PdA und Jugendfront eine klare Absage. In einigen der Städten rufen auch der Palästina Initiative Tirol, der Palästina Solidarität und der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft (ÖKG) zu den geplanten Kundgebungen zum Antikriegstag auf. Im Mittelpunkt stehen die Forderungen nach Frieden, Neutralität und einem Ende der Aufrüstung.
Keinen Cent und keinen Menschen für ihre Kriege! Statt Milliarden in Rüstung und Kriegsvorbereitung zu stecken, sollen die gesellschaftlichen Ressourcen den Bedürfnissen der Menschen dienen. Gesundheit, Bildung, soziale Sicherheit und ein gutes Leben müssen Vorrang vor den Profit- und Machtinteressen der Herrschenden haben.
Der Antikriegstag soll damit nicht nur an vergangene Kriege erinnern, sondern auch ein Zeichen gegen die Kriegspolitik der Gegenwart setzen.
Frieden den Völkern – Kampf dem Kapital!
Kundgebungen am 1. September 2026
- Wien: 17.00 Uhr, Kardinal-Nagl-Platz
- Linz: 18.00 Uhr, Martin-Luther-Platz
- Salzburg: 18.00 Uhr, Ferdinand-Hanusch-Platz
- Innsbruck: 18.30 Uhr, Wiltener Platzl




















































































