Tel Aviv. Ramallah. Das israelische Apartheidregime schafft im besetzten Westjordanland weiter Fakten: Mit der Ausschreibung von 1.234 neuen Wohneinheiten östlich von Jerusalem wird ein seit Jahrzehnten geplantes Siedlungsprojekt vorangetrieben.
Während der israelische Staat immer neue Flächen für Siedler beansprucht, intensivieren Armee und gewalttätige Siedler den Druck auf die palästinensische Bevölkerung. Laut der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA wurden zuletzt 31 Palästinenser an einem einzigen Tag festgenommen. In Qusra bei Nablus belagerten Siedler unter dem Schutz der israelischen Armee das Dorf. Bei Umm Safa, nahe Ramallah, wurde Privatland planiert und ein Außenposten erweitert.
Bei den neu angekündigten Siedlungen handelt es sich um einen weiteren Schritt zur Implementierung des Siedlungsprojektes „E1“, wobei israelische Regierungen eine Verwirklichung dieses Projekts seit mehr als 30 Jahren vermieden haben, da sie sich der negativen internationalen Folgen bewusst waren. Doch schon vor einem Jahr hat Finanzminister Bezalel Smotrich stolz verkündet, man werde dieses Projekt nun fertigstellen. E1 soll Jerusalem mit der Siedlung Maaleh Adumim verbinden und würde das Westjordanland in zwei Teile schneiden.
Die Nachrichtenagentur WAFA wies daraufhin, dass die Palästinenserinnen und Palästinenser dadurch Ortschaften wie Al-Saim, Al-Isawija und Anata verlieren und Bewohnerinnen und Bewohner mehrerer Beduinengemeinden vertrieben werden.
Der israelische Terrorstaat setzt damit eine Politik durch, die den Palästinensern immer weniger Raum zum Leben lässt und zugleich die dauerhafte israelische Kontrolle über das besetzte Gebiet ausbaut.
Israels Pläne lösten äußerst heuchlerische Reaktionen der Regierungen zahlreicher Staaten aus, die Israels völkermörderische Politik gegenüber dem palästinensischen Volk unterstützen oder tolerieren und alle israelischen Vorwände für die seit Jahrzehnten begangenen Verbrechen übernehmen. So verurteilten Sprecher der Regierungen Großbritanniens und Deutschlands die Pläne Israels zwar verhalten, Konsequenzen wurden jedoch nicht angekündigt. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz betonte stattdessen abermals, dass es von entscheidender Bedeutung sei, dass Deutschland für die Sicherheit und Existenz Israels eintrete.
Quellen: Junge Welt/902.gr




















































































