Gastbeitrag von Gerhard Oberkofler, geb. 1941, Dr. phil., Universitätsprofessor i. R. für Geschichte an der Universität Innsbruck.
Der von den deutschen Faschisten aus Wien als Siebzehnjähriger vertriebene und in London sesshaft gewordene Poet und Übersetzer Erich Fried (1921–1988)[1] suchte den Dialog mit dem Fahnenträger studentischer Rebellion in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) Rudi Dutschke (1940–1979)[2]. Beide haben sich bei einem internationalen Vietnamkongress in Westberlin (17. und 18. Februar 1968) kennengelernt und sich im Jahr darauf während eines Aufenthaltes von Dutschke in London angefreundet.
In seinen im April 1977 veröffentlichten Impressionen „So kam ich unter die Deutschen“ hat Erich Fried ein Gedicht auf den durch die gezielte bundesdeutsche Medienhetze in die Schusslinie des deutschen Rechtsextremismus (Mordanschlag vom 16. April 1968) geratenen Rudi Dutschke gewidmet.[3]
„>Jeder ist ersetzbar.
Der Kampf geht weiter>
Das stimmt
Aber das stimmt auch nicht:
Nicht jeder ist ersetzbar
und der Kampf hat immer nur das Gesicht und das Herz
des Menschen der kämpft
Und ich habe den Kampf gemocht
Der dein Gesicht hatte
Und dein Herz –
Und jetzt wird kein anderer mehr
Dein Gesicht haben
Und man wird dein Gesicht in Zukunft
Nur noch auf Bildern sehen wie das Gesicht Che Guevaras
und Rosa Luxemburgs
und das ist nicht dasselbe
Und dein Herz wird man nirgend mehr sehen.“
Über den angeblichen Suizid von Ulrike Meinhof (1934–1976) im bundesdeutschen Gefängnis Stuttgart-Stammheim hat Erich Fried geschrieben:[4]
„Aber es darf nicht
Das Andere sein
Es muß
Selbstmord gewesen sein
Trotz aller Spuren
Nämlich
Sonst müßte es
Mord sein“.
Im Spätherbst 1943 hat Erich Fried seine Mitgliedschaft zum „Kommunistischen Jugendverband Österreichs“ wegen der dort geführten, widersprüchlichen Diskussionen über den Repräsentanten der von Deutschland angegriffenen und mit ungeheuren Opfern ums Überleben kämpfenden Sowjetunion Josef Stalin (1878–1953) beendet. Seit 1945 vom Central Office of Information als Mitarbeiter beschäftigt, ist Erich Fried seit 1952 im Auftrag des britischen Rundfunks eine antikommunistische Stimme jener „westlichen Werte“, die zur Destabilisierung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) dienen sollte. Das von imperialistischen Werten geheiligte Privateigentum an Grund und Boden und an den Produktionsmitteln und die Grundlagen der Entfremdung, gegen die sich im Klassenkampf die Arbeiterklasse wendet, sind Leitgedanken seiner Propagandatätigkeit. 1958 erschien von Erich Fried der erste selbständige Lyrikband in der BRD, zehn Jahre später gab er seine Funktion mit öffentlicher Ankündigung beim britischen Rundfunk auf. Wolf Biermann (*1936) erinnert an Erich Fried als einen „mit allen Tugenden einer britisch geschulten Journalistenkultur“ ausgestatteten Redakteur. „Dann aber“, so Wolf Biermann, „muss etwas mit Fried passiert sein, er schmiss den Job bei der BBC. Er wurde nun im Hauptberuf Gedichteschreiber“.[5] Tatsächlich hat sich Erich Fried vom Antikommunismus losgesagt, weil er reflektiert hatte, welche Rolle ihm zugedacht war. Er wollte sich im Gegensatz zu dem von der BRD ausgehaltenen Wolf Biermann nicht korrumpieren lassen. Über den vom Antikommunismus angetriebenen Völkermord der USA in Vietnam publizierte Erich Fried seit 1966 eindringliche und einfühlsame Gedichte, die im Verlag von Klaus Wagenbach (1930–2021) publiziert sind.[6] Der DDR-Verlag „Volk und Welt“ veröffentliche 1976 in seiner Reihe „Lyrik international“ von Erich Fried den Gedichtband „Kampf ohne Engel“.
Gegen den Völkermord Israels am palästinensischen Volk erhob Erich Fried als Gegner des Zionismus 1974 seine Stimme mit dem Gedicht: „Höre, Israel!“:[7]
„Ihr habt in Europa
die Hölle der Höllen erlitten
Verfolgung Vertreibung
langsamen Hungertod
die Gewalt der Mörder
die Hilflosigkeit eurer Schwäche
die Urform des Unrechts
das nichts als die eigene Macht kennt
Ihr habt eure Henker
beobachtet und von ihnen
den Blitzkrieg gelernt
und die wirksamen Grausamkeiten
Was ihr gelernt habt
das wollt ihr jetzt weitergeben
Kinder der Zeit des Unrechts
erzogen in seinem Bild
[…]
Als ihr verfolgt wurdet
war ich einer von euch.
Wie kann ich das bleiben
wenn ihr Verfolger seid?“
[…]
Als Ulrike Meinhof und andere engagierte bundesdeutsche Linke den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Israels gegen Ägypten, Jordanien und Syrien und die Vertreibung palästinensischer Bevölkerung aus palästinensischen Gebieten (5. Juni bis 10. Juni 1967) offen kritisierten, wurde ihnen von der Bild-Zeitung abwärts bis zum Spiegel, die den israelischen „Blitzkrieg“ bejubelten, „Antisemitismus“ vorgeworfen.[8] So wie Ulrike Meinhof hat auch Rudi Dutschke sich zur Menschlichkeit bekannt.
Erich Fried hat als politische Hypothese angedacht, es könne mit intellektuellen Persönlichkeiten wie Robert Jungk (1913–1994) eine Transformation der Weltgesellschaft ermöglicht werden. Robert Jungk hatte 1959 gegen die atomare Aufrüstung in Bonn eine „Studentenlobby“ initiiert. Über einen eventuellen Kontakt zu Erich Fried hat Robert Jungk, der Wien, wo er seit 1957 lebte, aufgrund der von den Lakaien des US-Geheimdienstes wie Friedrich Torberg (1908–1979) verbreiteten Lügen wieder verlassen musste, in seinen Erinnerungen keine Erwähnung gemacht.[9] An den in Wien lebenden Kommunisten, Atomwaffengegner und Naturwissenschaftler Engelbert Broda (1910–1983) hat Erich Fried nicht gedacht, obschon er diesen aus der englischen Emigration persönlich gekannt hat.[10] Dieser war aber aufgrund seines historisch materialistischen Denkens für solche von Erich Fried angedachten Illusionen nicht zu haben, was dieser wohl selbst wissen musste. Erich Fried hat sich als „kritischen Marxisten“ gesehen.[11] Als solcher blieb er ein zweifelnder und letztlich verzweifelter, der historisch materialistischen Klassenanalyse fernstehender, aber menschenfreundlicher, im nationalen und internationalen Klassenkampf randständig stehender Intellektueller.
Erich Fried an Rudi Dutschke. Durchschlag eines Typoskripts. Nicht gezeichnet. O. D., unter 1978 abgelegt. Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek.[12]
„Lieber Rudi,
das ist nur ein ganz schnell geschriebener Brief, noch nicht einmal ein Entwurf, nur der Versuch einer Andeutung einiger Gedanken, die ich mir mache.
Ich glaube, es geht mit den bisherigen Methoden linker politischer Betätigung allein nicht weiter, weil sie entweder unwirksam bzw. in einem ihren Absichten entgegengesetzten Sinn sind, oder doch nicht genügend wirksam. Tätigkeiten, die als nicht genügend wirksam zu bezeichnen waren, soll man nicht bekämpfen, auch nicht aufgeben, weil sie wertvolle Denktraditionen usw. erhalten helfen und auch diese Alternative, entweder dazu völlig Ja sagen oder aber bekämpfen völlig unsinnig und unnötig ist und ein Freund-Feind-Verhaltensmuster spiegelt, das endlich überwunden werden muss. Andererseits: die standhafte Hoffnung solcher ‚nicht genügend wirksamer‘ Genossen, wenn sie nur unentwegt nach besten Kräften weitermachen, so wird sich schon einmal die Zeit für sie bessern, genügt nicht. Diese Besserung muss man selbst zu ermöglichen trachten, indem man Wege ausserhalb der derzeit begangenen sucht.
Auch die abscheuliche Verrohung, wie sie sich z. B. in Sprache und innerlinkem Kampfverhalten von RAF[13], 2. Juni[14] und Revolutionären Zellen zeigt, oder in Sprüchlein, die die Runde machen, wie ‚Drenckmann[15] war das erste Schwein, Buback[16] folgt jetzt hinterdrein‘, kann nicht wirklich wirksam genug bekämpft werden, indem man über diese Verrohung klagt, ja, es genügt nicht einmal, die Schädlichkeit der Taktiken dieser Gruppen anzugreifen, solange wir zu wenig gegen die latente Verzweiflung anzubieten haben, die der Nährboden solcher Erscheinungen ist.
Nun gibt es überall verstreut viele Menschen wie Dich, Wolfgang Bock, Cesar und Karin,[17] usw. usw. die solche Verrohungen ohnehin verabscheuen und innerhalb ihrer eigenen Kreise bekämpfen, was auch durchaus fortgesetzt werden soll.
Nur lehrt die Erfahrung, z. B. unsere Erfahrung, wie weit der Resolutionsvorschlag verwendbar ist, ohne die Aktion zugunsten der Menschenrechte für Gefangene zu sprengen, dass das blosse Eintreten für unentfremdete Menschlichkeit, solang es bloss innerhalb der einzelnen Bewegungen bleibt, jenseits einer gewissen Grenze als Verwässerung des Kampfgeistes usw. missverstanden wird. Deshalb ist es notwendig, diese Reaktionen nicht nur gedanklich, sondern auch praktisch, organisatorisch sogar, auf einen Begriff zu bringen.
Dass es eine Reihe von Menschen gibt, die einen gewissen Halt daran haben, zu merken, dass sie, auch ohne miteinander diskutiert zu haben, bei den verschiedensten Anlässen ohnehin menschlich und nicht verbiestert reagieren, ist schön, und diese Menschen muss man sich gut merken – möglichst bald mehr Kontakt aufnehmen – aber dies allein genügt nicht.
Ich glaube, wir können verhältnissmässig leicht gegenüber Verfechtern des ‚bewaffneten Kampfes und Stadtguerilla‘ beweisen, dass das nicht geht. Ebenso ist es relativ leicht, gegenüber den Narren derjenigen K ‑Gruppen[18], die uns fortwährend den gewaltig ansteigenden Klassenkampf des deutschen Proletariats vor Augen halten, die Mehrheit anwesender Studenten von der Realitätsferne solcher Einschätzungen zu überzeugen. Aber an sich ist das nur ein negatives, nota bene unorganisiertes ‚So geht‘s nicht!‘ und daher in seinen Wirkungen begrenzt.
Eine wirkliche Bewegung, die diesen Dingen entgegenarbeitet, lässt sich vielleicht nicht einmal aufs SB[19] aufbauen, das schon zuviel festeingefahrenen Strukturegoismus entwickelt hat, sondern am ehesten auf bisher nicht strukturierte Leute oder auf Menschen, die sich der offiziellen Struktur nicht verpflichtet fühlen und über den Gang der Dinge hinlänglich verzweifelt sind, ich meine da vor allem sehr viele ESOs.[20]
Diese Bewegung hat nicht die Aufgabe einer neuen Partei, muss keine umfassende Strategie bis zu einer revolutionären Umwälzung hin ausarbeiten, die sich ohnehin auch dann für uns nicht absehen lässt, wenn wir nichts anderes täten, sondern muss sich darauf konzentrieren, all die Dinge, die einem auf der Seele liegen (und die eben nicht nur uns, sondern Zahllosen auf der Seele liegen und, solange das Auf der Seele liegen alles ist, viele lähmen) zusammenzufassen und nicht das Entsetzen über einzelne dieser Dinge reaktionären Tendenzen zur Auswertung zu überlassen. Zum Beispiel die Erkenntnis, da es mit bewaffnetem Kampf und revolutionärer Gewalt (namentlich gegen Personen) ohnehin nicht geht, auch die entsprechenden Posen aufzugeben. Das bedeutet natürlich auch Taktikänderungen zur Gewaltlosigkeit in der Kernkraftwerkbekämpfung. – Es gibt gewisse Phasen, in denen proklamierte pazifistische Taktik (nicht Pazifismus als Axiom und ohne Ende), aber doch viel mehr Pazifismus, als man innerhalb linker Gruppen heute zu befürworten wagt, das richtige ist. Ausserdem ist das christliche ‚Liebet eure Feinde, tut wohl denen, die euch hassen …‘ unter Umständen die einzige wirklich erfolgreiche Taktik, zumal wenn es zugleich den Kampf gegen Entfremdung gilt. – Wir alle haben eine gewisse Scheu, zu solchen Ausgangspunkten zurückzukehren, doch geht eine solche Rückkehr auch auf eine höheren Erkenntnisebene (wenn das nicht wie reine Hybris klingt, aber ist’s nicht gemeint) und gedanklich umfassender fundiert.
Auf diese Weise lassen sich ESG-Gruppen nicht etwa ‚unterwandern und übernehmen‘, sondern zum ersten Mal lässt sich ein echtes Bündnis, eine echte Einheit herstellen, bei der wir die ESG-Möglichkeiten nicht nur ausnützen und zugleich die Studentenpfarrer gefährden, wie es z. B. die Folterkomitees[21] taten, sondern sie echt auch stärken.
Es muss zu den Aufgaben einer solchen Bewegung gehören, alle linken Tabus anzugreifen. Z. B. die unerträgliche Sache, dass bei uns die Provos der IRA[22] als die sozialistischen Revolutionäre gelten, während in Wirklichkeit schon die Officials vor allem aber die IRSP[23] die Sozialisten und Marxisten waren. – Ähnlich hielt Ulrike Meinhof die Leute des ‚Schwarzen September‘[24] für die eigentlich revolutionären palästinensischen Genossen, was – ungeachtet meiner persönlichen menschlichen Verehrung für Ulrike – Schwachsinn war, denn das waren die militärischen Leibgardisten der alten, relativ ganz rechten Fatah[25] von Schukeiri[26], die durch Husseins[27] Verrat empört, aktionistisch und sehr tapfer, aber politisch völlig wirrköpfig, ihre Art Kampf begannen.
Selbstverständlich muss man gegen CSSR[28] – Zustände und Sowjetunion – Zustände aufklären und Propaganda machen, immer gleichzeitig mit Angriffen gegen Dinge in China und in Amerika oder anderen westlichen Hochburgen, wobei jeder Angriff gegen Dinge im Osten so zu führen ist, dass westliche Imperialisten davon keinen Vorteil haben, aber umgekehrt geradeso! Antikommunismus darf nie sein, aber was einem die Russen oder DDR-Genossen als Antikommunismus vorwerfen, das ist er ja nicht. Ferner darf man keine Berührungsangst verabsolutieren. Berührungsangst gegenüber einer grossen und skrupellosen Organisation wie CIA oder FBI ist notwendig. Es zeigt sich, dass die Genossen, die solchen Gebilden gegen Ende des 2. Weltkrieges oder gegen die Stalinmordkampagnen Informationen gaben, um Hitler oder die Massenmorde Stalins zu bekämpfen, damit unklug handelten. Aber z. B. Konflikte zwischen den Interessen der USA und den Machtgelüsten des neuen Imperialismus in Lateinamerika darf man durchaus auszunutzen versuchen.
Ich glaube, dass es sich sogar bei der Polizei verbreiten lasst, wenn man von der Haltung, es seien Schweine, auf die man auch Mollies[29] schmeissen kann, ganz energisch abrückt. Polizeipräsidenten versuchen solche Informationen zu verhindern, dann eben offene Briefe an Polizeigewerkschaft usw. – Ich habe immer wieder bei Teach-Ins[30] usw. Gefunden, dass sich die Pseudorevolutionäre Haltung von manchen K‑Gruppen (KB[31] meine ich nicht) und RAF- und 2. Juni Bewunderern am besten bekämpfen lasst wenn man nicht verschämt, sondern mit aller Kraft gegen sie argumentiert (natürlich ohne Beschimpfung und Verleumdung). Wenn man sich so zu einer neuen Initiative entschliesst, müsste sie von Sonnemann[32] bis Kurt Groenewold[33], von Brückner[34] bis Robert Jungk[35] und Flechtheim[36], vielleicht auch Carola Stern[37], Ehmke[38], wer immer dabei mitarbeiten will, soweit nicht ein Agent für andre Bewegungen, reichen. Zu überdenken wäre, wie weit innerhalb einer solchen Bewegung ein Initiativkern sein kann, ohne dass das eine Unehrlichkeit und Manipulation ist.
Jede Unehrlichkeit und listige Haltung gegen Bundesgenossen wäre von vornherein auszuschliessen. Diese Schlauheiten sind auch immer dumm-schlau, und die anderen merken nach einer bitteren Erfahrung, was gespielt wird, und werden Feinde. Gerade die absolute Ehrlichkeit und Anständigkeit und der nur daraus resultierenden Glaubwürdigkeit haben unsere wirklichen Gegner nichts entgegenzusetzen, weder die Herrschenden noch die DKP- und KPD- Apparatschiks.
Man müsste alle bestehenden Initiativen kritisch ansehen, z. B. diese ganzen 3. Weg- und Achberg – Leute[39], mit wem da was zu machen ist und mit wem nicht. Ich habe nicht genug Wissen darüber. Man müsste mit Konferenzen, gemeinsamen Büchern, Flugschriften, Aufrufen arbeiten. Auch in der bürgerlichen Presse und in Massenmedien, wo immer möglich. Inland- und Auslandarbeit müssten kombiniert werden.
Es kommt jetzt nicht auf revolutionäre Strategie an, sondern auf breite Klima- und Stimmungsänderung, auf Aufklärung. Solange die Mehrheit der Bevölkerung im Zweifelsfall dafür Stimmen würde, die politischen Gefangenen lieber gleich umzubringen, haben wir ganz andere Aufgaben als den Sieg der sozialen Revolution in der BRD, und sogar so ein Sieg wäre ohne vorherige mindestens starke Ansätze einer Charakterumwandlung innerhalb linker Bewegungen nur ein Auftakt zu neuer Tyrannei (aber ausserdem gerade wegen dieser Entfremdungen, die dem Sozialismus allein Kredit verspielt haben, abgesehen von anderen Faktoren, ist so ein Sieg ohne tiefgreifende Änderungen ohnehin nicht möglich, so dass man vor gar keiner echten Wahl steht).
So, das wäre es. Wenn man sowas angefangen hat, kann man, sozusagen von einer Position der Stärke aus, bei einer Zusammenarbeit mit SB[40] oder ähnlichen Dingen viel mehr durchsetzen, wie wenn man Mitglied oder Gallionsfigur für es ist, wie wir e bisher gelegentlich waren.
Was denkst Du?
Alles Liebe euch allen!“
[1] Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft. Hg. von der Österreichischen Nationalbibliothek. Redaktion Susanne Blumesberger / Michael Doppelhofer / Gabriele Mauthe. Band 1, K. g. Saur, München 2002, S. 372; Sonja Frank (Hg): Young Austria. ÖsterreicherInnen im Britischen Exil 1938 – 1947. Für ein freies, demokratisches und unabhängiges Österreich. ÖGB Verlag Wien 2012, S. 157–168 (Sonja Frank); Volker Kaukoreit: Erich Frieds Lebensdaten. In: Erich Fried. Gesammelte Werke. Hg. von Volker Kaukoreit / Klaus Wagenbach. Prosa. Verlag Klaus Wagenbach Berlin 1993, S. 656–689.
[2] Rudi Dutschke: Jeder hat sein Leben ganz zu leben. Die Tagebücher 1963–1979. Taschenbuchausgabe 1. A. März 2005 (2003 Verlag Kiepenheuer und Witsch, Köln), bes. S. 133 (London 6. Juni 1970); über Dutschke Gretchen Dutschke: Rudi Dutschke. Wir hatten ein barbarisches, schönes Leben. Eine Biographie. Kiepenheuer & Witsch Köln 1996 (3. A. 2021). Vgl. Tilman P. Fichter / Siegward Lönnendonker: Dutschkes Deutschland. Der Sozialistische Deutsche Studentenbund, die nationale Frage und die DDR-Kritik von links. Eine deutschlandpolitische Streitschrift mit Dokumenten von Michael Mauke bis Rudi Dutschke. Mit einem Vorwort aus östlicher Sicht von Rolf Schneider und einem Vorwort aus westlicher Sicht von Christian Semler. Klartext Verlag Essen 2011; Tilman Fichter / Siegward Lönnendonker: Geschichte der SDS. 1946–1970. Aisthesis Verlag Bielefeld 2018.
[3] Erich Fried: So kam ich unter die Deutschen. Verlag Klaus Wagenbach Berlin 1990, S. 110–112.
[4] Erich Fried: So kam ich unter die Deutschen, S. 46; Ulrike Meinhof: Die Würde des Menschen ist antastbar. Aufsätze und Polemiken. Wagenbachs Taschenbücher. Berlin 1980.
[5] Wolf Biermann: Warte nicht auf bessere Zeiten. Die Autobiographie. Ullstein Verlag 1. 2017, S. 152 f.
[6] Erich Fried: und Vietnam und. Einundvierzig Gedichte. Mit einer Chronik. Verlag Klaus Wagenbach Berlin 1. A. 1966.
[7] Z. B.: Erich Fried – Höre, Israel – Friedenskultur-leben.de
[8] Vgl. dazu Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof. Die Biografie. Ullstein Buchverlag Berlin 2017, hier S. 276 f.
[9] Dutschkes Deutschland, S. 170; Robert Jungk: Trotzdem. Mein Leben für die Zukunft. Hanser Verlag München / Wien 1993, hier S. 317.
[10] Vgl. Gitta Deutsch: An einem Tag im Februar. Gedichte. Erich Fried: Nachwort. Salzburger Edition, Verlag Aigner Salzburg. [1988]
[11] So z. B. Erich Fried / Heiner Müller: Ein Gespräch geführt am 16. 10. 1987 in Frankfurt / Main. Mit 16 Photographien von Cornelius Groenewold. Alexander Verlag Berlin 1989, S. 31.
[12] Martin Wedl danke ich sehr herzlich für Recherche und Vorlage! Vgl. Volker Kaukoreit (Hg.): Alles Liebe und Schöne, Freiheit und Glück. Briefe von und an Erich Fried. Verlag Klaus Wagenbach Berlin 2009.
[13] Rote Armee Fraktion
[14] Organisation in West-Berlin zur Erinnerung an den am 2. Juni 1967 als politischer Demonstrant erschossenen Benno Ohnesorg (1940–1967).
[15] Der Berliner Jurist Günter von Drenckmann (1910–1974) kam bei einem Entführungsversuch durch Mitglieder der Bewegung 2. Juni ums Leben.
[16] Generalbundesanwalt Siegfried Buback (1920–1977) wurde von Mitgliedern einer Roten Armee Fraktion am 7. April 1977 in Karlsruhe getötet.
[17] Vgl. Wolfgang Bock / Erich Fried: Zur Unkenntlichkeit verändert. In: Diskus Frankfurter Studentenzeitung Heft 2/3, Juni 1977.
[18] Kommunistische Gruppierungen
[19] Sozialistisches Büro
[20] Evangelische Studierendengemeinden
[21] In der Bundesrepublik bildeten sich Komitees gegen Folter an politischen Gefangenen.
[22] Irish Republican Army
[23] Irish Republican Socialist Party
[24] Bewaffneter Konflikt 1970/1971 zwischen Jordanien unter der Führung von König Hussein und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) unter Führung von Jassir Arafat.
[25] Palästinensische Partei zur Befreiung Palästinas
[26] Ahmad al-Shukeiri (1908–1980)
[27] Jordanischer König Hussein (1935–1999)
[28] Tschechoslowakei
[29] Abkürzung für Molotowcocktails
[30] Politische Treffen meist an Universitäten
[31] Kommunistischer Bund
[32] Ulrich Sonnemann (1912–1993)
[33] Kurt Groenewold (*1937)
[34] Peter Brückner (1922–1982)
[35] Robert Jungk (1913–1994)
[36] Ossip K. Flechtheim (1909–1998)
[37] Carola Stern (1925–2006)
[38] Wolfgang Ehmke (*1947)
[39] Benannt nach dem 1971 in Achberg (Landkreis Ravensburg) gegründeten „Internationalen Kulturzentrum“
[40] Studenten Bewegung



















































































