In mehreren österreichischen Justizanstalten fehlt es an Lehrkräften sowie Sozialpädagoginnen und ‑pädagogen. Teilweise erhielten selbst schulpflichtige Jugendliche keinen Unterricht. Die Volksanwaltschaft kritisiert die Zustände.
Wien. In Österreich sitzen schulpflichtige Jugendliche in Gefängnissen, in denen zeitweise überhaupt kein Schulunterricht angeboten wird. Die Volksanwaltschaft stellte bei einer Prüfung fest, dass es im vergangenen Schuljahr in mehreren Justizanstalten weder Lehrkräfte noch Sozialpädagoginnen und ‑pädagogen für die dort untergebrachten Jugendlichen gab.
Betroffen waren unter anderem die Justizanstalten Eisenstadt, Feldkirch, Korneuburg, Krems und Wiener Neustadt. Auch im Forensisch-Therapeutischen Zentrum Asten traf die Volksanwaltschaft im Mai Mädchen unter 15 Jahren an, die keinen Unterricht erhielten. In der Justizanstalt Schwarzau gab es im Frühjahr 2026 ebenfalls keinen Unterricht für dort untergebrachte Jugendliche.
Die fehlenden Bildungsangebote sind Teil größerer Probleme im österreichischen Strafvollzug. Personalmangel und Überbelegung sorgen seit längerem für schlechte Arbeits- und Haftbedingungen. Besonders deutlich zeigte sich das zuletzt in der Justizanstalt Josefstadt, wo rund 1.200 Menschen untergebracht waren, obwohl aufgrund der laufenden Sanierung nur Platz für etwa 800 vorgesehen war.
Quelle: ORF





















































































