Die israelische Jugendbewegung HaMahanot HaOlim, eine selbsternannte sozialistisch-zionistische Jugendbewegung, plant gemeinsam mit dem Regionalrat Jordantal eine Möglichkeit für Kibbuz-Kommunen im besetzten Westjordanland.
Die Regierung Israels spricht von einer Möglichkeit der Ansiedlung im Westjordanland. Die Bewegung HaMahanot HaOlim, eine selbsternannte „Pionierin des sozialistischen Zionismus“, will einen Kibbuz als Alternative zu den rechtsextremen Siedlungen im Westjordanland einrichten. So sagt Ilan Gazit, Leiter der Organisation, dass die israelischen Siedlungen eine Gefahr für Palästinenserinnen und Palästinenser seien, diese Siedlungen aber trotzdem besetzt werden und es die israelische Linke sein soll, die dort präsent ist. Gazit sagt weiter: „Ich hoffe sehr, dass es hier mehr Kibbuzim und Moschawim gibt und weniger Farmen“, womit er die historisch eher rechts orientierten Farmen meint, die Gewalt gegenüber Palästinenserinnen und Palästinensern verübten. „Die israelische Linke muss im Jordantal sein, sonst werden andere Leute dort sein“, meinte Gazit und führte weiter aus: „Wir schämen uns dafür nicht und wir verstecken es auch nicht. Das entspricht unserer Weltanschauung: Eine starke Sicherheitsgrenze im Osten ist nötig, die verteidigungsfähig ist und eine notwendige Voraussetzung für Frieden schafft.“
Historisch wurde bereits nach der Annexion des Westjordanlands im Jahr 1967 versucht, durch die damalige sozialdemokratische Awoda-Partei Siedlungen aufzubauen, was jedoch nicht formell geschah. Viele der Kibbuzim im Westjordanland gehören der Vereinigten Kibbuz-Bewegung an. Die HaMahanot HaOlim hat sogar bereits einen Kibbuz namens Na’aran im Westjordanland.
Eine Frage bleibt jedoch noch immer offen: Was passiert mit den Palästinenserinnen und Palästinensern? Eine „linke Siedlung“ ist noch immer eine Siedlung und illegale Besatzung, insbesondere angesichts der derzeitigen Offensive der israelischen Armee. Die Alternative zu rechten Siedlern sollte nicht aus vermeintlich linken Siedlern bestehen, die nicht verstehen, dass der Zionismus dem Sozialismus diametral entgegensteht, die einzige wirkliche Alternative ist Solidarität mit dem palästinensischen Volk. Die Idee des geringeren Übels ist ein Irrweg.
Quellen: The New Arab/JFJFP/AZernews/Haaretz




















































































