Mit dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 endet ein Turnier, das nicht nur sportlich für Schlagzeilen sorgte. Die Jugendfront der Partei der Arbeit (PdA) nimmt das Ende der WM zum Anlass, grundsätzliche Kritik an der zunehmenden Kommerzialisierung des Fußballs zu üben.
New York. Heute ist es soweit: Das Finalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Argentinien steht an. Titelverteidiger Argentinien musste auf dem Weg in dieses Finale mehrmals zittern, so zuletzt gegen Ägypten und England. Spaniens K.o.-Runde war deutlich souveräner, Titelfavorit Frankreich wurde im Halbfinale zurecht mit 2:0 aus dem Turnier verabschiedet.
Mit dem heutigen Finalspiel geht auch ein Turnier zu Ende, das für Skandale sorgte, die in ihrer Größenordnung neu sind. Ein Anruf von US-Präsident Trump bei FIFA-Präsident Gianni Infantino genügte, um eine Rote Karte gegen den US-Stürmer Folarin Balogun zu revidieren. Mit neuen „Trinkpausen“ wurden Möglichkeiten geschaffen, während des Spiels noch häufiger Werbeslots zu vergeben, um maximalen Profit zu erzwingen. Dem iranischen Nationalteam wurde angesichts des Krieges im Iran (der von den USA und Israel mit völkerrechtswidrigen Angriffen begonnen wurde) absurde Sonderregelungen auferlegt: Sie mussten bei allen Spielen in den USA noch am Tag des Spiels das Land wieder in Richtung Mexiko verlassen – eine Benachteiligung und Verzerrung des Wettbewerbs.
Angesichts des nun endenden Turniers veröffentlichte die Jugendfront der Partei der Arbeit (PdA) eine Erklärung unter dem Titel „Hände weg von UNSEREM Fußball! Solidarität statt Kommerzialisierung!“. Darin wird skizziert, dass die Skandale dieses Turniers nicht nur als Ausdrücke einer korrupten FIFA zu verstehen sind, sondern das Problem ein größeres ist: „Fußball ist wie viele Sportarten einer maximalen Kommerzialisierung ausgesetzt, denn im Kapitalismus wird alles zur Ware. Auch der Sport.“
Während die Geschichte des Fußballs eng mit der Arbeiterbewegung verbunden ist und der Arbeiterfußball historisch bewusst vom bürgerlichen Sport abgegrenzt wurde, ist er heute bis aufs Letzte kommerzialisiert: „Emotionen und Gemeinschaft werden kommerzialisiert. Spielerinnen und Spieler werden zu Investitionsobjekten, teure Tickets, Merchandising, Sponsoring und Pay-TV treiben die Entfremdung des Sports auf die Spitze.“ Durch die Entkernung des Fußballs als Klassensport handle es sich heute nur noch um eine Ersatzgemeinschaft, die Solidarität und gemeinsamen Kampf in Betrieben und Schulen ersetzt, nicht ergänzt.
Die Zentrale Leitung der Jugendfront kritisiert auch die österreichische Bundesregierung, die diese Entwicklung weiter vorantreibt: „Für immer mehr Familien ist es aufgrund von Inflation und Reallohnverlust eine Herausforderung, ihren Kindern die Ausübung des gewünschten Sports zu ermöglichen. Die aktuellen Sparmaßnahmen der Bundesregierung verschärfen die Situation weiter. Neben dem Gesundheits‑, Sozial- und Bildungswesen wird auch beim Sport gespart. Für die Jahre 2025 und 2026 wurde das Sportbudget bereits um zehn Prozent gekürzt. Dabei handelt es sich um einen Rückgang von 24 Millionen Euro. Im Doppelbudget für die Jahre 2027/2028 stehen weitere Kürzungen bevor.“
Hunderte Millionen von Jugendlichen und Arbeiterinnen und Arbeitern auf der ganzen Welt werden heute Abend gespannt das Finalspiel dieser Fußball-Weltmeisterschaft verfolgen. Es ist letzten Endes ein Sport, der eigentlich wunderschön ist, längst jedoch bis aufs Letzte kommerzialisiert ist und zur Ware wurde. Die Erklärung schließt mit den Forderungen: „Solidarität statt Kommerzialisierung! Hände weg von unserem Sport!“
Zur vollständigen Erklärung: Jugendfront


















































































