Kansas City. Österreich hat mit einem dramatischen 3:3 gegen Algerien den Einzug in die KO-Phase der Fußball-Weltmeisterschaft geschafft. Die ÖFB-Auswahl verspielte zwar zweimal eine Führung und schien nach einem Gegentor in der Nachspielzeit bereits ausgeschieden, doch Sasa Kalajdzic sorgte mit einem Kopfball in praktisch letzter Sekunde für grenzenlosen Jubel.
Marko Arnautovic brachte Österreich in der 28. Minute nach einem Zuspiel von David Alaba in Führung. Der Rekordteamspieler blieb vor Algeriens Torhüter Benbot eiskalt und erzielte sein 49. Länderspieltor. Die Nordafrikaner erhöhten danach den Druck und kamen kurz vor der Pause durch Belghali (45.) zum verdienten Ausgleich.
Teamchef Ralf Rangnick reagierte in der Halbzeit mit einem Dreifachtausch – unter anderem blieb der angeschlagene Arnautovic in der Kabine. Die Veränderungen zeigten Wirkung: Nach einer starken Vorarbeit von Konrad Laimer traf Marcel Sabitzer in der 55. Minute mit einem platzierten Direktschuss zum 2:1. Doch erneut hielt die Führung nicht lange. Riyad Mahrez verwertete einen Stanglpass von Aouar zum 2:2 (60.).
In der Schlussphase schien vieles auf ein Remis hinauszulaufen, ehe das Spiel eine spektakuläre Wendung nahm. In der dritten Minute der Nachspielzeit traf Mahrez nach einem Abwehrfehler zum 3:2 und ließ Österreich bereits vor dem WM-Aus stehen. Doch die ÖFB-Elf schlug noch einmal zurück: Beim letzten Angriff verlängerte Michael Gregoritsch einen Ball per Kopf auf den kurz zuvor eingewechselten Sasa Kalajdzic, der ebenfalls per Kopf zum umjubelten 3:3‑Endstand traf.
Mit dem späten Ausgleich überstand Österreich erstmals seit der Weltmeisterschaft 1982 wieder die Gruppenphase eines WM-Turniers. Zudem steht die ÖFB-Auswahl erstmals seit 1954 wieder in einem KO-Spiel bei einer Weltmeisterschaft.
Im Sechzehntelfinale wartet nun allerdings eine Mammutaufgabe: Europameister Spanien mit Jungstar Lamine Yamal zählt zu den großen Favoriten auf den WM-Titel. Österreich geht als klarer Außenseiter in das Duell, darf nach dem dramatischen Aufstieg aber mit neuem Selbstvertrauen auf die nächste Sensation hoffen.



















































































