Nachdem der Tropensturm „Dolphin“ Schäden in Japan, Taiwan und den Philippinen anrichtete bringt er seit letztem Sonntag ganze Regionen in China zum Stillstand.
Peking. Letzten Sonntag traf der Taifun „Dolphin“ das chinesische Festland und unter anderem die Stadt Shanghai. Der Sturm erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h. Mit ihm gingen starke Regenfälle und ein hohes Risiko für Murenabgänge einher. Rund 40 Flüge am Shanghaier Flughafen wurden gestrichen und bereits mehr als eine Million Menschen evakuiert. Außerdem wurden in mehreren Häfen Schiffe und deren Besatzungen in Sicherheit gebracht, da ein sicheres Befahren der Küstenregion nicht mehr möglich war.
Alltag am Festland pausiert
Die chinesischen Wetterbehörden rechnen damit, dass in den folgenden Tagen ein Drittel des jährlichen Niederschlags der Region fallen könnte. Bereits jetzt sind etliche Straßen überflutet und Schulen geschlossen. Die Bevölkerung wurde dazu aufgerufen, wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten und ihre Wohnungen nicht zu verlassen. In Shanghai wurde der öffentliche Verkehr größtenteils eingestellt, unter anderem weil Überschwemmungen reguläre Verkehrsrouten blockieren. In Hangzhou, der Hauptstadt der Provinz Zhejiang, wurden Parkgebühren ausgesetzt, da viele Einwohnerinnen und Einwohner ihre Fahrzeuge zurücklassen mussten.
Es wird erwartet, dass sich der Taifun in den kommenden Tagen weiter nach Westen bewegen und allmählich an Stärke verlieren wird. Die Wetterbehörden sind jedoch besorgt, dass der Sturm in den weiter westlich gelegenen Bergregionen zu starken Murenabgängen und Überschwemmungen führen könnte.
Taiwan, Japan und die Philippinen ebenfalls getroffen
Bevor „Dolphin“ das chinesische Festland erreichte, richtete er Schäden in der japanischen Präfektur Okinawa und auf den Ogasawara-Inseln an. Dort beschädigten die starken Regenfälle Stromleitungen und ließen mehr als 50.000 Gebäude ohne Stromversorgung. Außerdem wurden mindestens sechs Personen durch umstürzende Bäume und herabfallende Äste verletzt.
Der Taifun streifte auch Taiwan, wo mehr als 180 Flüge und sämtliche Kreuzfahrten gestrichen wurden. Auf den Philippinen verstärkte der Sturm die jährlichen Monsunregen, was zu Erdrutschen und Überschwemmungen führte. In der nördlichen Stadt Baguio werden sieben Menschen nach einem großen Erdrutsch vermisst. In der dicht besiedelten Hauptstadt Manila sind aufgrund der starken Regenfälle bereits 12.000 Menschen evakuiert worden.
Stärkere Stürme in den nächsten Jahren erwartet
Durch die Erwärmung der Ozeane können tropische Wirbelstürme mehr Energie aufnehmen. Meteorologinnen und Meteorologen sowie Klimaforscherinnen und Klimaforscher gehen deshalb davon aus, dass der menschengemachte Klimawandel insbesondere die Intensität besonders starker Tropenstürme und die mit ihnen verbundenen Niederschlagsmengen erhöhen wird. Dadurch können die Auswirkungen solcher Stürme für die Bevölkerung in den betroffenen Regionen noch schwerwiegender werden.
Doch konsequenter Klimaschutz steht den Profitinteressen der Monopole entgegen. Solange wirtschaftliche Entscheidungen an der Profitmaximierung und nicht den Bedürfnissen der Menschen und dem Erhalt unserer Lebensgrundlagen ausgerichtet werden, wird der Klimawandel nicht gestoppt. Der Kapitalismus kann dieses Problem nicht lösen.
Quellen: Al Jazeera/Al Jazeera/Al Jazeera/Al Jazeera/Der Standard/Der Standard















































































