Der bislang größte Waldbrand in Frankreich seit 1949 ist nach rund zwei Monaten vollständig gelöscht. Die im Juli nahe Saumos in der Region Gironde ausgebrochenen Flammen zerstörten rund 42.000 Hektar Wald. Zwischenzeitlich mussten rund 224.000 Menschen, darunter auch Touristinnen und Touristen, in Sicherheit gebracht werden. Todesfälle wurden nicht verzeichnet. Mehr als 3.300 Feuerwehrleute waren an den Löscharbeiten beteiligt. Das Feuer war bereits am 1. August unter Kontrolle gebracht worden, schwelte jedoch unterirdisch weiter.
Der Brand war Teil einer außergewöhnlich schweren Waldbrandsaison. Nach Angaben der Revolutionäre Kommunistischen Partei Frankreichs (PCRF) waren bereits Ende Juli mehr als 116.000 Hektar von Bränden betroffen und rund 13.000 Feuer registriert worden. Als Ursachen für die außergewöhnliche Ausbreitung nennt die PCRF die frühe Trockenheit, wiederholte Hitzewellen mit Temperaturen von lokal über 40 Grad sowie starke Winde. Wissenschaftler führen die zunehmende Anfälligkeit der französischen Wälder für Brände zudem auf steigende Temperaturen, Dürren und die Folgen des Klimawandels zurück.
Die PCRF verweist zugleich auf fehlende Mittel für den Katastrophenschutz. Die Zahl der französischen Feuerwehr- und Rettungszentren sei seit 2002 von 8.700 auf weniger als 7.000 gesunken. Auch bei Löschfahrzeugen und Löschflugzeugen bestünden erhebliche Engpässe. Nach Darstellung der Kommunistischen Partei sind von den zwölf französischen Canadair im Alltag lediglich fünf bis acht tatsächlich verfügbar.
Insgesamt wurden in Frankreich nach vorläufigen Angaben in diesem Jahr bereits rund 98.000 Hektar durch Waldbrände zerstört – mehr als in jedem Jahr seit 1976. Beim bislang größten Waldbrand Frankreichs im Jahr 1949 waren in derselben Region rund 50.000 Hektar verbrannt.






















































































