Linz. Am Mittwoch, dem 4. November, fand im Politischen Zentrum Otto Pensl der zweite Abend der Filmreihe „Revolution, Widerstand, Solidarität“ statt. Veranstaltet wird die Reihe gemeinsam von der Partei der Arbeit Österreichs (PdA), der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft OÖ und dem Verein Aurora.
Nach dem ersten Abend im Oktober, bei dem Fidel Castro und die kubanische Revolution im Mittelpunkt standen, richtete sich der Blick diesmal auf eine andere Seite des revolutionären Kampfes: den städtischen Widerstand gegen die Batista-Diktatur in den späten 1950er-Jahren.
Der gezeigte kubanische Spielfilm erzählt die Geschichte junger Revolutionärinnen und Revolutionäre, die sich im Untergrund organisieren und dabei zunehmend ins Visier von Polizei und Geheimdienst geraten. Politische Organisierung, Freundschaft, Liebe, Verfolgung und persönliche Opfer verbinden sich dabei zu einer spannenden Geschichte über jene Menschen, die abseits des Guerillakampfes in der Sierra Maestra zum revolutionären Umbruch in Kuba beitrugen.
Gerade diese Perspektive war auch Thema der Einführung: Die kubanische Revolution war nicht das Werk einiger weniger bekannter Persönlichkeiten, sondern wurde von vielen Menschen getragen – von Arbeiterinnen und Arbeitern, Studierenden, Jugendlichen und politischen Aktivistinnen und Aktivisten, die unter hohem persönlichen Risiko Widerstand gegen die Batista-Diktatur leisteten.
Spannende Diskussionen im Anschluss
Nach dem Film entwickelte sich eine angeregte und spannende Diskussion. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen des Widerstands – damals wie heute –, die Opfer und Bürden, die Generationen von Genossinnen und Genossen im politischen Kampf auf sich genommen haben, die besondere Rolle der Jugend sowie die Frage, wie politische Organisierung auch unter Bedingungen von Repression möglich bleibt.
Dabei zeigte sich einmal mehr der Wert solcher Filmabende: Ein Film kann historische Ereignisse nicht nur vermitteln, sondern Ausgangspunkt dafür sein, gemeinsam Fragen zu stellen, unterschiedliche Eindrücke auszutauschen und politische Geschichte miteinander zu diskutieren.
Nach der Diskussion war der Abend noch lange nicht vorbei. Bei dem einen oder anderen Getränk blieb Zeit für weitere Gespräche, persönliche Eindrücke und einen gemütlichen gemeinsamen Ausklang.
Genau für solche Abende soll das Politische Zentrum Otto Pensl Raum bieten: für politische Bildung und Diskussion, für Kultur und Geschichte, aber ebenso für Austausch und gemeinsames Zusammensitzen. Politische Arbeit findet schließlich nicht nur bei Sitzungen, Kundgebungen oder Demonstrationen statt. Sie braucht auch Orte, an denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen, voneinander lernen und Gemeinschaft entstehen kann.
Abschluss der Filmreihe im Dezember
Der dritte und letzte Abend der Kuba-Filmreihe findet am 9. Dezember um 19.00 Uhr statt. Dann steht die gesellschaftliche Dimension der kubanischen Revolution im Mittelpunkt. Gezeigt wird „Die Kraft der Schwachen“ von Tobias Kriele, der am Beispiel von Jorge „Jorgito“ Jérez aus Camagüey Fragen von Bildung, Gesundheitsversorgung, Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe in Kuba behandelt.
Ein besonderer Höhepunkt: Regisseur Tobias Kriele wird im Anschluss per Videocall zugeschaltet und für ein gemeinsames Filmgespräch zur Verfügung stehen.
Die Veranstaltung findet erneut im Politischen Zentrum Otto Pensl, Gruberstraße 23/Top 1, 4020 Linz, statt.






















































































