Wien. Mit den sinkenden Temperaturen startet die Caritas ihre jährliche Winternothilfe für obdach- und wohnungslose Menschen. Ab Mittwoch, dem 28. Oktober, wird das Kältetelefon wieder aktiviert. Gleichzeitig werden zusätzliche Schlafplätze in Notquartieren geschaffen und die Streetwork-Angebote verstärkt.
„Mit den sinkenden Temperaturen beginnt für obdach- und wohnungslose Menschen die härteste Zeit des Jahres“, erklärte Caritasdirektor Klaus Schwertner. Ziel sei es, Menschen vor Kälte und Nässe zu schützen und zu verhindern, dass jemand auf Wiens Straßen erfrieren muss.
Zusätzliche Schlafplätze und verstärkte Betreuung
Die Caritas stellt in Wien ganzjährig 1.890 Beherbergungsplätze in Notschlafstellen, Wohnhäusern und mobil betreuten Wohnungen zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Fonds Soziales Wien (FSW) wurden für die kalte Jahreszeit an zwei Standorten weitere 70 Notquartiersplätze geschaffen.
Zusätzlich verstärkt die Caritas ihre mobile Betreuung. Streetworkerinnen und Streetworker versorgen Menschen auf der Straße mit Schlafsäcken, warmer Kleidung, Hygieneartikeln und heißen Getränken. Bei Bedarf vermitteln sie Schlafplätze in Notquartieren.
Kältetelefon rund um die Uhr erreichbar
Das Caritas-Kältetelefon ist unter 01/480 4553 täglich rund um die Uhr erreichbar. Wer obdachlose Menschen bei niedrigen Temperaturen im Freien bemerkt, kann deren Aufenthaltsort melden. Die Streetwork-Teams gehen den Hinweisen möglichst zeitnah nach.
Im vergangenen Winter wurde das Kältetelefon laut Caritas mehr als 15.500 Mal angerufen. Insgesamt konnten dadurch 490 akut obdachlose Menschen in Notquartiere vermittelt werden.
Die Caritas verweist zudem auf den weiterhin hohen Bedarf an Unterstützung und Spenden. Diese werden unter anderem für Winterkleidung, Schlafsäcke und warme Mahlzeiten benötigt.
Die Winternothilfe leistet damit einen wichtigen Beitrag zum unmittelbaren Schutz obdachloser Menschen. Gleichzeitig macht der anhaltend hohe Bedarf deutlich, dass Wohnungslosigkeit nicht allein durch saisonale Nothilfe bewältigt werden kann. Langfristig braucht es ausreichend leistbaren Wohnraum und eine wirksame soziale Absicherung.
Quelle: ORF



















































































