Lambach. In einer Wohnung in Lambach im Bezirk Wels-Land sind am Freitag 73 verwahrloste Kaninchen und Meerschweinchen entdeckt worden. Die Polizei war ursprünglich wegen des Verdachts auf Körperverletzung zu der Wohnung gerufen worden. Dabei stießen die Beamten auf zahlreiche Käfige, die dicht an dicht und übereinandergestapelt waren.
Nach Angaben der Polizei soll eine 55-jährige Frau ihrer pflegebedürftigen Tochter ins Gesicht geschlagen haben. Im Zuge des Einsatzes entdeckten die Beamten dann die Tiere. Laut Polizei herrschten in der Wohnung katastrophale Zustände. Die Kaninchen und Meerschweinchen waren demnach teils stark abgemagert und offenbar nicht ausreichend versorgt.
Tiere behördlich abgenommen
Bei dem Fall handelt es sich laut Polizei um sogenanntes „Animal Hoarding“, also das krankhafte Ansammeln von Tieren. Die 55-Jährige soll bereits in der Vergangenheit mehrfach aufgefordert worden sein, die Zahl der Tiere zu reduzieren. Dieser Aufforderung kam sie jedoch offenbar nicht nach.
Am Freitag wurden die Tiere behördlich abgenommen und auf mehrere Tierheime verteilt. Das bestätigte auch Bezirkshauptfrau Elisabeth Schwetz auf ORF-Anfrage. Dort sollen die Kaninchen und Meerschweinchen nun versorgt und aufgepäppelt werden.
Ermittlungen wegen Körperverletzung und Tierquälerei
Gegen die 55-Jährige wurde ein Betretungsverbot ausgesprochen. Sie musste die Wohnung verlassen. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf Körperverletzung und Tierquälerei.
Quelle: ORF























































































