Göteborg. Der schwedische Autohersteller Volvo Cars verzeichnete im dritten Quartal 2026 einen operativen Verlust von 3,7 Milliarden schwedischen Kronen, umgerechnet rund 330 Millionen Euro. Als Reaktion darauf streicht das mehrheitlich zum chinesischen Konzern Geely gehörende Unternehmen 2.500 Arbeitsplätze.
Als Grund für die roten Zahlen nennt der Konzern Probleme bei der Produktion des neuen Elektro-SUV EX60 sowie eine schwache Nachfrage in China und den USA. „Das dritte Quartal 2026 war sehr enttäuschend und spiegelt ein Jahr wider, das weitaus herausfordernder geworden ist als ursprünglich erwartet“, sagte Konzernchef Hakan Samuelsson.
Bereits 2025 hatte Volvo Cars die Streichung von weltweit 3.000 Stellen angekündigt. Doch der laufende „Sanierungsplan“ bedürfe einer entscheidenden Verstärkung, wie Samuelsson kürzlich bekanntgab. 2.500 weitere Arbeitsplätze sollen gestrichen werden, 2.000 davon in Schweden.
Ähnliche Ankündigungen kamen zuletzt von vielen europäischen Autoherstellern, beispielsweise Audi, Skoda und Volkswagen. Volkswagen plant insgesamt ganze 100.000 Jobs in den kommenden Jahren zu streichen. Die europäische Automobilindustrie befindet sich in einer tiefen Krise. Die Profitmöglichkeiten des ursprünglich als Zukunftsprojekt angepriesenen Elektroautos sind aufgrund des Widerspruchs zwischen Überproduktion und sinkender Kaufkraft stark eingebrochen.

















































































